Schweizer Team von Pechsträhne verfolgt:
Alex Frei nicht mehr dabei, Streller nicht fit

Frei erlitt bei Auftaktspiel Teilabriss des Seitenbandes Teamstürmer Marco Streller mit Leistenproblemen

Schweizer Team von Pechsträhne verfolgt:
Alex Frei nicht mehr dabei, Streller nicht fit © Bild: Reuters/Jerry Lampen

Das frühe Ende der EURO-2008 für Alexander Frei ist traurige Gewissheit für die Schweiz. Der Schweizer Teamarzt Cuno Wetzel hat bestätigt, dass sich der Kapitän und Rekordtorschütze im Eröffnungsspiel in Basel gegen Tschechien (0:1) einen Teilabriss des inneren Seitenbandes im linken Knie zugezogen hat und rund sechs Wochen pausieren muss.

Vor dem zweiten und wohl schon alles entscheidenden Match der Gruppe A gegen die Türkei drohen der "Nati" die Stürmer auszugehen. Teamarzt Wetzel gab bekannt, dass auch Marco Streller nicht ganz fit ist. Streller leidet seit einiger Zeit an Schmerzen im Leistenbereich, die sich laut Wetzel durch die Partie gegen Tschechien "leicht verschlimmert" hätten.

Teamchef Köbi Kuhn war mit Frei, Streller und Eren Derdiyok mit nur drei nominellen Stürmern ins EM-Turnier gegangen. "Ich bin aber zuversichtlich, dass er durch eine entsprechende Therapie einsatzfähig sein wird", so Wetzel. Kein Problem sollte die Oberschenkelverhärtung von Valon Behrami sein.

Frei bleibt trotz Verletzung im Teamcamp
Im Falle der Verletzung von Frei seit laut Wetzel keine Operation notwendig, die Therapie werde konservativ und medikamentös erfolgen. Frei wird trotz der Verletzung beim Team bleiben. "Alex bleibt auf eigenen Wunsch bei der Mannschaft. Er wird die nötigen Therapien bei uns machen, das ist mit seinem Club (Borussia Dortmund) bereits abgesprochen. Er ist und bleibt ein Leader, der auch in dieser Funktion wichtig für die Mannschaft sein wird", erklärte Kuhn heute auf einer Pressekonferenz in Feusisberg.

Die Nachricht, dass Frei bei der Mannschaft bleibt, freute auch die Teamkollegen. "Das zeigt, wie wichtig er für die Mannschaft ist und welchen Charakter er hat", meinte etwa Mittelfeldspieler Gelson Fernandes.

Gravierendes Stürmerproblem
Den Vorwurf, dass Kuhn zu wenige Stürmer zur EURO mitgenommen habe, wollte der Teamchef heute nicht auf sich sitzen lassen. "Die Schweiz hat nicht genügend Stürmer von internationalem Format. Das ist meine Meinung, aber die ist ja nicht neu."

Genauso wenig teilt Kuhn die Ansicht mancher Schweizer, dass Streller seiner Hochform deutlich hinterherlaufe. "Streller ist nicht außer Form", so der Teamchef, der auch auf Derdiyok, den jüngsten Spieler der gesamten EURO, verwies. "Derdiyok ist eine hervorragende Option. Ich mache mir keine Sorgen." Und schließlich Kuhn ja auch das Mittelfeld-Trio Hakan Yakin, Johan Vonlanthen und Daniel Gygax jederzeit offensiv vielseitig verwenden.

(apa/red)

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