Das Deutsche Instititut für Wirtschaftsforschung schlägt zur Bekämpfung der Zwangsabgabe für die reichsten acht Prozent der Bevölkerung vor. Der SPÖ-Europaabgeordnete Jörg Leichtfried unterstützt den Vorschlag des Deutschen Wirtschaftsforschungsinstituts für Zwangsabgabe für Reiche. Will diese aber lieber Fairness-Anleihen nennen.
Der SPÖ-Europaabgeordnete Jörg Leichtfried unterstützt die Idee des Deutschen Wirtschaftsforschungsinstituts, einer Zwangsabgabe für. Dies wären "Fairness-Anleihen", so Leichtfried. "Reiche mit einem entsprechend hohen Vermögen sollten dem Staat mit Fairness-Anleihen Gelder zu sehr günstigen Zinssätzen zur Verfügung stellen", sagte der SPÖ-Delegationsleiter im EU-Parlament am Freitag.
In den vergangenen 20 Jahren habe es eindeutig eine Umschichtung von Vermögen von unten nach oben gegeben. "Und in den vergangenen 15 Jahren gab es im Grunde nur für die zehn Prozent der Vermögendsten wirkliche Zuwächse. Daher ist es gerecht, wenn sich nun die Vermögenden an der Beseitigung der Staatsschuldenkrise beteiligen", argumentiert Leichtfried.
Es sei nicht länger hinnehmbar, dass der Mittelstand für die Kosten der Krise aufkomme. Von den hohen Zinsen für Spanien oder Griechenland profitierten derzeit vor allem die Vermögenden - mit Zinsen um die sieben Prozent. Leichtfried verwies darauf, dass in Deutschland beispielsweise die Staatsschuld 2.040 Milliarden Euro betrage, die Privatvermögen 3.500 Milliarden Euro. In Italien gebe es eine Verschuldung von 1.900 Milliarden Euro und Privatvermögen von 2.700 Milliarden Euro. "Auch die reichen Reeder in Griechenland könnten so zur Behebung der Krise beitragen".
230 Milliarden Gewinn
Bei solchen "Fairnessanleihen" handle es sich auch um "keine Enteignung, da dem Staat das Geld nur geliehen würde - in einem verträglichen Ausmaß". Das Schuldenproblem innerhalb der Europäischen Union wird sich nur unter Heranziehung der großen Privatvermögen lösen lassen.
Die Idee einer Zwangsanleihe stammt vom Deutschen Wirtschaftsforschungsinstitut DIW. Man hält solch eine Zwangsabgabe für alle Euro-Länder für einen gangbaren Weg. Für Deutschland kommt das Institut zu dem Ergebnis, dass sich bei einer Abgabe von zehn Prozent, die bei einem individuellen Vermögen von 250.000 Euro (bei Ehepaaren 500.000 Euro) erhoben werde, rund 230 Mrd. Euro mobilisieren ließen. Steuerpflichtig wären laut der Expertise die reichsten acht Prozent der erwachsenen Bevölkerung. Zuletzt hat sich das deutsche Finanzministerium der Idee gegenüber aufgeschlossen gezeigt. Allerdings nur in Bezug auf die Krisenstaaten und nicht in Deutschland selbst.
Kommentare
Leichtfried und d. Dt. Wifo.Inst. SPINNEN Ich bin Gottseidank - oder leider - nicht reich - 1580-Euro-Pensionist !!! - ...
Aber ich, für meinen Teil, sehe NICHT ein, warum "REICHE" diesen GELDVERNICHUNGSPOLITIKERN beim SCHULDENMACHEN HELFEN sollen und von Haus aus marode Anleihen zeichnen sollen...
Diese größenwahnsinnigen, geldverschleudernden EU- i. sonstwie-Politiker sollen einmal bei SICH und bei ihrer "politischen Haushaltsführung" zu SPAREN beginnen. UNSERE Politiker sollen NICHT die GANZE WELT - Afghanistan (WER hat dort KRIEG gespielt und alles zusammengebombt..U S A !!), Griechenland, Spanien usw.- retten, sondern ÖSTERREICH SCHULDENFREI FÜHREN...
Es gibt GENUG ÖSTERREICHER, welche UNTERSTÜTZUNG benötigen..ÖSTERREICHER - NICHT der REST der WELT !!!!
Das sehe ich auch so! Von Raab, Figl bis Kreisky wurden die Mrd. im eigenen Land investiert und damit Wohlstand und Arbeitsplätze geschaffen.
Heute schicken wir sie nach Griechenland, Spanien, Portugal usw. und helfen damit weder der dortigen Bevölkerung noch uns selber. In den Geberländern wie auch in den Enpfängerländern gibt es Rekordarbeitslosigkeit.
Da stimmt doch etwas nicht!
Nur ein Beispiel Bildung:
Würden ALLE Pflichtschüler (wie z.B. in Asien) einen Laptop vom Staat erhalten kostet das etwa 70 Mio im Jahr!
Statt dessen schicken wir über 70.000.000.000 nach Griechenland.
Am 16.6.2011 im Paralemnt: "Mrd. die wir nach Griechenland schicken ist für uns ein gutes Geschäft" - Fekter.
Re: Nur ein Beispiel Hi christian95: Nicht zu vergessen; UNSERE 18 Millionen Euro STEUERGELD, welche ein gewisser Herr Faymann vor kurzem nach Amerika - FÜR AFGHANISTAN - transferierte....
Re: Nur ein Beispiel Wahltag ist Zahltag!
Die Anlageprofis von der SPÖ! Immer dann, wenn die SPÖ wirtschaftlich aktiv geworden ist, endete das im Desaster. Doch jetzt könnte die SPÖ tatsächlich einmal richtig Geld verdienen: Mit dem Kauf von hochverzinsten spanischen und griechischen Anleihen. Herr Leichtfried wird die SPÖ so reich machen, dass sie auch zur Behebung der Krise beitragen kann.