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So verlässt man die Eurozone

Am besten heimlich und am Freitag gehen. Banken sollten schließen.

Schuldenkrise - So verlässt man die Eurozone © Bild: APA/DPA/Jensen

Was tun, wenn ein Mitglied der Eurozone in ernsthafte Schwierigkeiten kommt und die anderen Mitglieder der Gemeinschaftswährung überlegen, das Land aus dem Euro zu verbannen? Wie sollte so etwas eigentlich funktionieren? Ein Wirtschaftswissenschaftler aus Großbritannien, hat eine Antwort darauf. Unter dem Titel "Praktische Anleitung zum Euro-Austritt" gibt Roger Bootle Tipps, wie ein geordneter Transformationsprozess aussehen könnte.

Ein Austritt eines Landes wäre in jedem Fall sehr teuer und würde Milliarden kosten , dass es aber überhaupt möglich ist, war bislang nicht restlos klar. Zwar gibt es historische Vorbilder von Währungsreformen, diese sind allerdings alle lange her.

Am Donnerstag wurde ihm dafür der Wolfson Economic Prize, eine mit 250.000 Pfund (313.126 Euro) dotierte Auszeichnung für Wirtschaftswissenschaftler, zuerkannt.

Austritt als Alternative
Bootles Thesen sind schwere Kost für Euro-Befürworter. "Die größte Gefahr der Ansteckung wird es geben, wenn Griechenland den Euro verlässt und damit Erfolg hat", sagte Bootle am Donnerstag in London. "Es wäre eine Alternative zu schmerzlichen Sparmaßnahmen." Die Politik müsse schon einen Monat im Voraus einen Plan in der Schublade haben, dürfe diesen aber nicht öffentlich machen.

"Mein Beitrag zum Wolfson-Preis war, zu zeigen, dass es überhaupt geht", sagte Bootle. Am Ende wäre es für die in der Eurozone verbleibenden Länder sogar günstiger.

Austritt am Freitag
Technisch müsse zunächst eine neue Währung eingeführt werden, die zum Kurs 1:1 gegen den Euro getauscht werde. Auch Bankeinlagen, Kredite und Löhne sollten 1:1 umgetauscht werden. Schrittweise werde es aber unweigerlich zu einer Geldentwertung "um 30 bis 50 Prozent" kommen.

Außerdem schlägt er vor, dass der Euro-Ausstieg am besten an einem Freitag verkündet werden soll. Am Anfang der darauffolgenden Woche solle der Plan dann in die Tat umgesetzt werden. Dazu sollten die Banken und Kapitalmärkte des Ausstiegslandes vorübergehend geschlossen werden, um Kapitalflucht zu verhindern.

Kommentare

Wirtschaft ist keine Wissenschaft sondern eine Mistgeburt Wirtschaftswissenschaft sollte man eigentlich gar nicht studieren können da es auf einer Lüge aufgebaut ist.

Es gibt keine Wissenschaft in der Wirtschaft das ganze System Weltweit ist auf Schulden machen aufgebaut somit ist es auch keine Wissenschaft sondern eine verarschung.

Sofern man nicht die Ölimporte auf Null reduziert geht früher oder später jedes Land kaputt weil die Importe höher liegen als die Exporte somit die ausgaben immer höher sind.

KEIN Eintritt Kein weiterer Eintritt von Ländern die über einer Gesamtverschuldung von 75% des BIP liegen. Und jene Länder die schon drin sind und über dem doppelten Wert liegen (150%) sollten rausfliegen wenn eine Bereinigung innerhalb der nächsten 3 - 5 Jahre nicht nachweislich möglich ist. Damit würde sich die Totgeburt Euroraum von selbst auflösen.

willswissen melden

Tipp Und für diesen Tipp bekommt man eine Auszeichnung die mit umgerechnet 313.126 Euro dotiert ist? Dazu muß man ein Witrschaftswissenschaftler sein?

Oder verstehe ich da etwas ganz falsch?

Ich hab auch einen Tipp (kostenlos) !
Sofortige Auflösung der EU und diese misslungene Unionisierung endlich einfach als Fehlschlag zu akzeptieren. Trotz der entstehenden hohen Kosten wäre ein Langzeiterfolg zu erreichen. Die Europäer müssen jetzt ohnehin ums Überleben kämpfen - in der EU geht es immer weiter bergab - ohne EU gäbe es zumindest einen Hoffnungsschimmer, wenn jedes Land vorerst wieder für sich selbst wirtschaften muß.

Rund um Europa wartet man ohnehin schon sehnsüchtig auf einen Selbstzerfall der Union !

higgs70
higgs70 melden

Wenn man bedenkt, .... dass am Anfang von EU und Euroraum das Versprechen von Stabilität,Prosperität und friedlichem Zusammenleben der Völker stand und man heute hinblickt, fehlen einem die Worte. Und die Komik,ein angeblich stabilitätsspendendes Gebilde in Permanenz stabilisieren zu müssen fällt scheinbar niemandem mehr auf. Und unsere Republik teilt sich in jene,die sofort raus wollen und damit gleich einen Zusammenbruch zu veranlassen wünschen und die,die alles auf dem Altar der vagen Hoffnung opfern,dass das Gift in höherer Dosis doch paradoxerweise heilende Effekte zeigen wird. Meiner unmaßgeblichen Meinung nach wird es auf gut deutsch gesagt, so oder so gewaltig kleschen ,denn der Sündenfall ist schon vor langer Zeit passiert und das jetzt sind die logischen Konsequenzen, man sollte sich darauf einrichten.

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