Schüssels geheimer Wahltermin-Fahrplan: Marschroute für die Nationalratswahl steht

NEWS: 5. oder 12. November, bei Crash: 2. Juli Kanzler verordnete Urlaubssperre für diese Termine

Wenn man einen Wahlkampf plant, braucht man seine Ländertruppen - und muss diesen, selbst wenn man Wolfgang Schüssel heißt, manches kleine, feine Wahlkampf-Geheimnis anvertrauen. Dass freilich schwarze Länderchefs nicht gerade prädestiniert als Geheimnisträger sind, ist eine Erkenntnis, an der schon alle Vorgänger Wolfgang Schüssels nicht vorbeikamen.

Kein Wunder, dass des Kanzlers streng geheime Strategie, einen für ihn optimalen Wahltag zu finden, nur Stunden nach der Vorinformation an die VP-Länder die Runde machte: Schüssel verordnete seiner Truppe, doch bitte keine Urlaubsreisen an folgenden Tagen zu planen: am 5. und am 12. November 2006 - was Insidern als die wahrscheinlichsten Wahltermine erscheinen, da die zweite Oktoberhälfte mit Nationalfeiertag, Allerheiligen und Co nicht optimal für einen Urnengang sei.

Aufhorchen ließ der Kanzler freilich mit einem ganz anderen möglichen Wahltermin: Sollte die Regierung rund um den EU-Vorsitz doch vorzeitig platzen, käme der 2. Juli als vorgezogener Wahltag infrage - ein wahrlich gefinkelter Termin: Zwei Wochen vorher schillert der Kanzler noch einmal als Regent Europas beim Abschlussgipfel des EU-Vorsitzes. Und das "Problem-Bundesland" der ÖVP schlechthin, Wien, wird fast ausgestorben sein, weil dies der erste Feriensonntag im Osten ist. Im Westen, wo die VP-Wähler zuhause sind, ist da noch eine Woche Schule. Ob sich der Kanzler das traut?

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