Schnell ermittelt von

Strauss ermittelt in Spielfilmlänge

Michi Riebl inszeniert ersten 90-Minüter mit Strauss, Bachofner, Lust, Rubey, Stipsits & Co.

Schnell ermittelt - Strauss ermittelt in Spielfilmlänge © Bild: ORF/Petro Domenigg

Gerade noch jagten Ursula Strauss und ihr Team ins große Staffelfinale, schon dreht sich alles um den nächsten Fall. Doch diesmal bleibt Angelika Schnell gleich doppelt so viel Zeit für ihre Ermittlungen, fiel doch kürzlich der Startschuss für den ersten "Schnell ermittelt"-Fernsehfilm. Dabei gilt es für das "Schnell"-Team, die Frage der "Schuld" - so auch der Titel des 90-Minüters - in einem komplexen Fall rund um Gewalt gegen Frauen zu klären.

Neben dem bewährten Team mit Ursula Strauss, Wolf Bachofner, Andreas Lust und Katharina Straßer sowie Morteza Tavakoli, Fiona Hauser, Simon Morzé und Helmut La stehen diesmal unter der Regie von Michi Riebl unter anderem auch das Kabarettistenduo Manuel Rubey und Thomas Stipsits, Michael Maertens, Simonetta Solder und Elisabeth Trissenaar vor der Kamera. Die Dreharbeiten in Wien und Umgebung dauern voraussichtlich noch bis Mitte Mai.

"Fälle komplexer erzählen und schwierige Themen aufgreifen"
Für das Drehbuch zum ersten 90-Minüter zeichnet die in Berlin lebende Wienerin Verena Kurth verantwortlich, aus deren Feder auch der Großteil der Drehbücher zu den 45-minütigen "Schnell ermittelt"-Folgen stammt. "'Schnell ermittelt' in Spielfilmlänge bedeutet für mich als Drehbuchautorin eine völlig andere Dramaturgie, eine völlig andere Erzählstruktur. In 90 Minuten haben wir nicht nur mehr Zeit, den Hintergrund des jeweiligen Falls, sondern auch die Geschichten der mitwirkenden Figuren aufzurollen. Den Protagonisten bleibt so mehr Raum, sich selbst und ihre Beziehungen zueinander zu entwickeln. Und natürlich bekommen wir dadurch die Möglichkeit, Fälle komplexer zu erzählen und damit schwierigere Themen wie Gewalt in der Familie und Gewalt gegen Frauen aufzugreifen", erklärt Verena Kurth.

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Angelika Schnell (Ursula Strauss) ist zurück. Wie sie allerdings zurück ist, das weiß nicht einmal sie selbst so ganz genau. Und sie weiß auch nicht, ob sie überhaupt zurück sein will. Am Ende einer Auszeit, die sie sich gegönnt hat, steht außerdem eine interne Anhörung, die die Schuld von Oberst Schuster (Markus Hering), der Angelika durch einen Schuss schwer verletzt hat, ein für alle Mal klären soll. Franitschek (Wolf Bachofner), der in Angelikas Abwesenheit zum Chefinspektor aufgestiegen ist, und Maja (Katharina Straßer), die neue alte Kollegin an seiner Seite, möchten auch endlich wissen, ob Angelika jetzt wieder Chefin sein wird oder nicht.

Auch das Polizeipräsidium drängt und will seine beste Kraft zurück. Und da Angelika dann doch nichts anderes vorhat, tut sie das, was sie am besten kann: sich in einen Fall von häuslicher Gewalt einmischen, der bei näherer Betrachtung aber gar nicht so häuslich ist, sondern bis in die höchsten politischen Kreise in Guatemala hineinreicht. Schnell ist Angelika mit brutal misshandelten Frauen konfrontiert und mit einem Psychiater, der in seinen Klienten vor allem Versuchskaninchen für seine selbst ernannt brillanten Theorien sieht. Und im Auge dieses Sturms steht die Ärztin und Frauenaktivistin Ana Sofia Pinero (Simonetta Solder), die sich von einem früheren Peiniger verfolgt fühlt und deren blanke Angst sie zu Angelika führt. Doch Angelika sieht in den Augen dieser Frau weit mehr als nur Angst. Sie sieht Schmerz. Und sie sieht Schuld.

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