Schnee hat auch "Positives" für Autofahrer:
Verschneite Verkehrszeichen gelten nicht

Straffreiheit: Bei Unfall trägt Fahrer keine Schuld Aber: Keine Ignoranz von Tafeln mit markanter Form

Schnee hat auch "Positives" für Autofahrer:
Verschneite Verkehrszeichen gelten nicht

Zahlreiche Verkehrszeichen wurden in den vergangenen Tagen "Opfer" der heftigen Schneefälle. Völlig zu- oder eingeschneit stehen sie da und lassen den Autofahrer rätseln. Obwohl ein unkenntliches Schild laut Gesetz seine Gültigkeit behält, kann einem Lenker, der es nicht deuten kann, kein Verschulden angelastet werden.

Doch völliges Ignorieren geht ebenfalls nicht: Denn etwa die acht Ecken einer Stopptafel oder ein auf der Spitze stehendes Dreieck (Vorrang geben) sind eigentlich immer erkennbar. "Anders verhält es sich bei den dreieckigen Gefahrenzeichen. Niemand muss ein zugeschneites Verkehrsschild freischaufeln. Allerdings ist besondere Vorsicht angebracht, denn es kann ja sein, dass das verdeckte Zeichen beispielsweise eine Geschwindigkeitsbegrenzung anordnet oder vor einer Gefahrenstelle warnt", erklärte Gerhard Bernard, Sicherheitsexperte der Allianz Elementar Versicherungs AG, am Montag.

Auch von Ortskundigen werde erwartet, dass sie sich an zugeschneite Verkehrszeichen halten. "Sie sollten ihre Bedeutung kennen, da sie die Strecke schließlich schon öfter gefahren sind", so Bernard. Wer ganz sichergehen wolle, sollte besonders aufmerksam weiterfahren, das Tempo drosseln und bremsbereit sein.
(apa)