Schlechte Nachricht für das ÖSV-Feldlager:
Pechvogel Grugger erleidet Kreuzbandriss

Statt des Comebacks folgen sechs Monate Pause Mario Scheibers Genesung sorgte für den Lichtblick

Schlechte Nachricht für das ÖSV-Feldlager:
Pechvogel Grugger erleidet Kreuzbandriss © Bild: APA/Techt

Die mit Abstand meistbeschäftigten Mitglieder des österreichischen Alpin-Ski-Teams sind derzeit die Ärzte. Fast im Stundentakt gab es Nachrichten aus dem immer größer werdenden ÖSV-Lazarett. Am schlimmsten erwischte es wieder einmal Hans Grugger, der 27-jährige Salzburger zog sich wenige Tage vor seinem geplanten Weltcup-Comeback im Training für die Europacup-Abfahrt in Wengen eine Kreuzband- und Meniskusverletzung im rechten Knie zu.

Hans Grugger hat sich neuerlich einen Kreuzbandriss zugezogen. Diese niederschmetternde Diagnose hat der Salzburger Skirennfahrer nach einer genauen Untersuchung durch Dr. Christian Fink im Sanatorium Hochrum in Innsbruck präsentiert bekommen. Neben dem Kreuzbandriss im rechten Knie hat sich Grugger einen Knorpel- und einen Meniskusschaden zugezogen. Grugger wird von Fink operiert, laut ersten Schätzungen droht eine neuerliche Pause von sechs Monaten.

Grugger hatte nach zwei Kreuzbandrissen, einem Meniskusriss und einer Knorpelverletzung zuletzt an einer bakteriellen Entzündung im linken Knie laboriert und dadurch kaum ein Schneetraining absolvieren können. In Saalbach-Hinterglemm hatte er sich vergangene Woche auf seine Rückkehr vorbereitet, die Europacup-Abfahrt in Wengen wollte er als Generalprobe für seinen Weltcup-Einsatz (ebenfalls in Wengen) nützen.

Grugger und Buder sind aber nicht die einzigen auf der WM-Ausfallliste der ÖSV-Herren. Denn Rainer Schönfelder hat endgültig entschieden, einen Schlussstrich unter den für ihn so schmerzhaften WM-Winter zu ziehen. Schönfelder hatte sich Ende Oktober bei einem Sturz beim Einfahren für den Saison-Auftakt-Riesentorlauf in Sölden eine Schienbeinverletzung zugezogen, diese macht dem Kärntner seitdem schwer zu schaffen.

Für den einzigen Lichtblick im Herren-Lager sorgte Mario Scheiber, der einmal mehr am Knie verletzte Tiroler darf nach einer Untersuchung in Hochrum mit Beginn der kommenden Woche mit dem freien Skifahren beginnen. Damit lebt für Scheiber die Hoffnung auf ein Comeback Ende Jänner in Kitzbühel sowie die kleine Chance auf eine Teilnahme an der WM im Februar in Val d'Isere.

(apa/red)

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