Schlechte Job-Aussichten: AMS-Vorstand sieht keine Trendwende am Arbeitsmarkt

Arbeitslosenrate kann durch mehr Schulungen sinken Buchinger wünscht sich aber keine Zusatzmittel

AMS-Vorstand Herbert Buchinger sieht noch keinerlei Trendwende auf dem Arbeitsmarkt "im Sinne eines nachhaltigen Abbaus der Arbeitslosigkeit". "Wir gehen aber davon aus, dass wir durch die deutliche Ausweitung der Schulungsmaßnahmen 2006 eine spürbar sinkende Arbeitslosigkeit organisieren können", sagte Buchinger in einem Interview mit einer österreichischen Tageszeitung. Ein Ansteigen der Arbeitslosenzahl über 400.000 im heurigen Winter erwartet er nicht.

Inklusive der Schulungen werde die Arbeitslosigkeit aber steigen, gibt Buchinger zu: "Grund ist das zusätzliche Arbeitskräfteangebot. Immer mehr Frauen drängen in Teilzeitjobs, außerdem werden 2006 schon mehr Deutsche in Österreich arbeiten als umgekehrt - insgesamt 65.000."

Auf die Frage ob er sich mehr zusätzliche Mittel für aktive Arbeitsmarktpolitik wünsche, meinte Buchinger: "Momentan würde sich niemand im AMS mehr Mittel wünschen. Es ist ganz ehrlich gesagt ein ziemlicher Stress im AMS, in dem Ausmaß sinnvolle, wirkungsvolle Maßnahmen zu konzipieren." (apa/red)