Um Schlag 12.00 Uhr (MESZ) wurde vom Balkon des Rathauses der nordspanischen Stadt mit dem Abfeuern einer kleinen Rakete von einem Balkon des Rathauses aus, sowie einem kräftigen "Viva San Fermin!" das neuntägige Fest Sanfirmes eingeläutet.
Vor dem Rathaus haben sich wie jedes Jahr Hunderttausende Menschen, darunter viele ausländische Touristen, versammelt, um dem Startschuss zu dem einwöchigen Fest beizuwohnen. Während des Festes werden jeden Tag in der Früh vor allem Jugendliche aus aller Welt durch die Gassen der Stadt flitzen - verfolgt von einigen Stieren. Während des San-Fermin-Festes finden auch Stierkämpfe, religiöse Prozessionen, Konzerte sowie Trinkgelage in den Straßen statt.
"Mozos" ziehen mit Zeitung in den Kampf
Die Kampfstiere werden beim Stierlauf ("encierro") über eine Strecke von 825 Metern durch die engen Gassen der Altstadt gejagt. Begleitet werden sie dabei von Läufern (den sogenannten "mozos"). Traditionell tragen die Läufer ein weißes Hemd und eine weiße, enganliegende Hose sowie ein rotes Halstuch ("pañuelo rojo") und eine rote Schärpe ("faja"). Als einzige "Waffe", um die Bullen von sich fernzuhalten, ist eine zusammengerollte Zeitung erlaubt.
Blutiges Festival
Blutig wird es bei dem Massenevent nicht nur für die armen Tiere: Von den täglich sechs in die Gassen der spanischen Stadt getriebenen Stieren sind schon etliche Menschen getötet worden. Im vergangenen Jahr gab es zum Glück keinen Todesfall. Es wurden jedoch 43 Menschen verletzt.
