Hurrikan "Sandy" hat in New York schwer gewütet: Meterhohe Wellen haben nicht nur Stromausfälle und Überschwemmungen verursacht, sondern offenbar wurden auch Haie in die Stadt gespült. Mehrere Passanten haben einen vermeintlichen Raubfisch mit dem Handy gefilmt und das Video veröffentlicht. Die Echtheit des Raubfisches darf allerdings stark angezweifelt werden, bei den Aufnahmen handelt es sich um einen Fake. Mittlerweile hat sich die Situation in New York wieder beruhigt. Die Aufräumarbeiten sind im vollen Gange und die Bewohner versuchen wieder zur Normalität zurückzukehren. Die Zahl der Toten stieg nach Medienberichten auf bis zu 50. Ein Problem bleiben allerdings die Stromausfälle. Das "Wall Street Journal" berichtete zudem von Plünderungen im "Big Apple".
Die "New York Times", ein Symbol der Normalität, ist jedenfalls wieder erschienen. Am Mittwochmorgen (Ortszeit) ist die Zeitung "New York Times" wieder ausgeliefert worden. Nach einem Tag Pause wegen des verheerenden Wirbelsturms lag das Blatt 114 Seiten stark wieder vor den Türen Hunderttausender Häuser und Wohnungen in New York.
Millionen ohne Strom
Bei einem Treffen mit Chefs von Energiefirmen habe US-Präsident Barack Obama betont, dass die Wiederherstellung der Stromversorgung oberste Priorität habe, teilte das Weiße Haus am Dienstagabend (Ortszeit) mit. Nach CNN-Angaben waren gut 24 Stunden nach dem Durchzug von "Sandy" an der Ostküste weiter sieben Millionen Menschen ohne Strom.
In New York verbrachten Hunderttausende die zweite Nacht ohne Elektrizität, viele auch ohne Wasser, Internet und Telefon. Mehrere tausend Menschen sind weiter in den 76 Notunterkünften der Stadt untergebracht. "Wir arbeiten zur Zeit 15 Stunden am Tag und das jeden Tag", sagte ein Polizist aus dem Stadtteil Brooklyn.
Immer mehr Todesopfer
Die Zahl der Toten stieg nach Medienberichten weiter. Allein in der Stadt New York seien inzwischen 22 Opfer registriert, berichtete die "New York Times" am Mittwoch. Insgesamt gebe es in den Sturmregionen bis zu 50 Tote, heißt es in anderen Quellen. Der TV-Sender CNN sprach weiter von 33 Toten an der Ostküste.
Im Laufe des Mittwochs sollten in der Stadt wieder erste Fähren unterwegs sein. Die Verbindungen nach New Jersey würden teilweise wieder aufgenommen, teilte die zuständige Behörde mit. Wann auch die Fähren über den East River wieder in Betrieb gehen können, die die Insel Manhattan zum Beispiel mit dem Stadtteil Brooklyn verbinden, sagte die Behörde nicht.
Börse und Flughäfen wieder offen
Auch die New Yorker Börse ist am Mittwoch wieder geöffnet worden, ebenso haben die New Yorker Flughäfen John F. Kennedy und Newark Liberty den Betrieb wieder aufgenommen. Um 7 Uhr Ortszeit (12 Uhr MEZ) wurden die Airports wieder geöffnet. Doch die Folgen des Wirbelsturms behindern weiterhin den Flugverkehr. Das Flugportal FlightAware hat seit Sonntag gut 19.500 Flugausfälle registriert, 2.800 davon alleine an diesem Mittwoch. Am Montag und Dienstag waren es allerdings jeweils noch weit mehr als 7.000 Ausfälle.
Papst Benedikt XVI. betete für die Opfer des Jahrhundertsturms "Sandy" und drückte am Mittwoch in Rom gleichzeitig seine Solidarität mit allen Helfern aus, die im Osten der USA jetzt mit Wiederaufbauarbeiten beschäftigt sind. Die Veranstalter des New-York-Marathons gaben sich nach dem Wirbelsturm zuversichtlich, den Lauf wie geplant am Sonntag starten zu können. Man setze die Vorbereitungen fort, teilte Renndirektorin Mary Wittenberg mit. Erwartet werden 47.000 Sportler aus aller Welt.
"Teuerster Sturm der US-Geschichte"
Präsident Barack Obama reiste sechs Tage vor der Wahl in den Bundesstaat New Jersey, um sich dort einen Überblick über die Schäden zu verschaffen. Napolitano sagte, die Regierung bringe große Mengen an Hilfsgütern in die betroffenen Gebiete. "Es war einer der teuersten, wenn nicht sogar der teuerste Sturm unserer nationalen Geschichte", sagte die Ministerin. Experten gehen von Schäden zwischen 15 und 20 Milliarden Dollar (11,5 bis 15 Milliarden Euro) aus.
"Sandy" zieht nach Kanada weiter
Andere Regionen in Nordamerika müssen "Sandy" noch überstehen: In den Höhenlagen der Appalachen in West Virginia brachte der Wirbelsturm bis zu einen Meter Schnee. Nach Berechnungen der Meteorologen soll der Wirbelsturm an diesem Mittwoch auch Kanada erneut bedrohen. Allerdings lasse die Stärke deutlich nach. Mit Hurrikan-Stärke hatte "Sandy" zuvor in der Karibik gewütet. Auch dort gab es Dutzende Tote.
Kommentare
ja und ganz am ende wenn der hai ums eck schwimmt, lacht der alte und der hai steht auf-mit schnorchel und so ner flosse aufm kopf-sag mal seid ihr bei news blind?