Sammlung Leopold: SPÖ und Grüne sind für eine Änderung des Restitutionsgesetzes

NEWS: Schiele-Werke im Fokus der Aufmerksamkeit Arbeit an gemeinsamen Antrag für Änderung läuft

Sammlung Leopold: SPÖ und Grüne sind für eine Änderung des Restitutionsgesetzes

Nach der Causa Klimt/Bloch-Bauer gerät nun auch das Leopold-Museum zusehends in den Fokus der Aufmerksamkeit. Das berichtet NEWS in seiner aktuellen Ausgabe. Nach den Grünen will nun auch die SPÖ das Restitutionsgesetz auf Privatstiftungen, die "unter maßgeblicher Verwendung öffentlicher Mittel" eingerichtet wurden, ausweiten.

Klubobmann Josef Cap zu NEWS: "Wir arbeiten daran, möglichst bald mit den Grünen einen solchen Antrag einzubringen. Unüberwindliche Auffassungsunterschiede gibt es nicht. Der Stiftungsbeirat müsste neu bestellt und Transparenz über die getroffenen Beschlüsse hergestellt werden." Konkret geht es um zwei Werke Egon Schieles: "Bildnis Wally" (nach Beschlagnahme seit acht Jahren in New York) und "Häuser am Meer".

Dass "Wally" nach Österreich zurückkehren könnte, gilt als ausgeschlossen, zitiert NEWS eine amerikanische Prozess-Insiderin, die wegen ihres Zeugenstatus in der laufenden Causa nicht genannt werden darf. Der Akt umfasst schon zwölf Bände. Die Zeugin: "Das Verfahren kostet die Österreicher ein Vermögen. Das Bild hat heute einen Wert um die zehn Millionen Dollar - vielleicht übersteigen am Ende die Rechtskosten sogar den Wert des Bildes." Howard N. Spiegler, Anwalt der zehn in der Klage angeführten Erben nach Lea Bondi Jaray: "Kommt es zu keinem Vergleich, endet das ganze in einem Geschworenenprozess." Dass ein solcher von zehn Bürgern New Yorks für Leopold entschieden werden könnte, gilt als unwahrscheinlich.

Das zweite Verfahren betrifft Schieles "Häuser am Meer" aus der Sammlung Jenny Steiner. Ein im Belevedere befindliches Werk aus derselben Sammlung, das 1940 in derselben Dorotheums-Auktion wie "Häuser am Meer" versteigert wurde, musste 2001 an die Erbengemeinschaft Jenny Steiners restituiert werden. Die Erbengemeinschaft wird durch den Wiener Anwalt Alfred Noll und die israelitische Kultusgemeinde vertreten. Die Verhandlungen dürften in eine brisante Phase eingetreten sein. Nach NEWS-Information bietet Leopold Geld. Doch Erika Jakubovits von der Kultusgemeinde verlangt die physische Rückstellung des Bildes. Danach könne man auf dem freien Markt über einen Verkauf an Leopold verhandeln. "Das wäre die einzig saubere Lösung. Würde man einen anderen Deal machen, wäre das nicht gut für die Republik und die Erben. Vielleicht würden in ein paar Jahren wieder Zweifel an der Einigung entstehen."

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