Sabotageakte gehen weiter: Mehrere Tote bei Angriff auf Shell-Plattform in Nigeria!

Rebellen sprengten auch Pipeline in die Luft

Bei einem Angriff mutmaßlicher Rebellen auf eine Öl-Anlage in Nigeria sind mehrere Menschen getötet worden. Der Ölkonzern Shell evakuierte daraufhin vier Ölplattformen im Niger-Delta. Die Rebellen setzten damit die seit drei Wochen anhaltende Serie von Sabotageakten und Entführungen fort, die die Förderung des achtgrößten Ölexporteurs der Welt beeinträchtigt hat.

Die Angreifer auf sechs Booten lieferten sich an der Öl-Förderanlage Benisede einen Schusswechsel mit nigerianischen Soldaten. Soldaten und Angreifer seien dabei getötet worden, sagte ein hochrangiger Militärvertreter. Ein Sprecher von Shell sagte, die Ölproduktion sei davon nicht betroffen, da die Plattform eine von vieren sei, deren Betrieb bereits am Mittwoch eingestellt worden sei.

Zuvor hatten Rebellen eine wichtige Pipeline in die Luft gesprengt. Der neuerliche Angriff dürfte einem hochrangigen Vertreter der Branche zufolge aber die Reparatur der Ölleitung verzögern, durch die täglich rund 100.000 Barrel (ein Barrel = knapp 159 Liter) des Rohstoffs fließen. Die Wiederinbetriebnahme sei ursprünglich für Montag oder Dienstag geplant gewesen. (apa)