Ruzowitzkys 'Der Freischütz' überzeugte nicht: Opern-Debüt geriet zu konventionell
Konventionelle Arbeit
Wenn man hohe Erwartungen weckt, steht man am Tag der Entscheidung gehörig unter Druck. Es ist exakt die "Freischütz"-Thematik, die Regisseur Stefan Ruzowitzky bei seinem Opern-Debüt zum Verhängnis wurde. Der Oscar-Preisträger ("Die Fälscher") hatte im Vorfeld den Plot der 1821 uraufgeführten romantischen Oper von Carl Maria von Weber so heutig und spannend nachzuerzählen gewusst, dass man sich auf eine außergewöhnliche Inszenierung gefreut hatte. Zu sehen war bei der Premiere im Theater an der Wien jedoch eine in vielen Punkten konventionelle Arbeit, die keine neuen Aspekte brachte und in der Bühnenästhetik an "The Black Rider" erinnerte.
WEITER: Ruzowitzky kann mit "Der Freischütz" nicht überraschen.


