Rumsfeld vergleicht Chavez mit Hitler: Sein Aufsteig ist für US-Minister beunruhigend

Venezuelas Präsident über Bush: "Größter Terrorist" US-Militärattache wurde aus Botschaft ausgewiesen

US-Verteidigungsminister Rumsfeld hat den venezolanischen Präsidenten Chavez mit Adolf Hitler verglichen. Der Aufstieg von Chavez sei "beunruhigend", sagte Rumsfeld am Donnerstag im Nationalen Presseclub in Washington. "Er ist eine Person, die legal gewählt wurde, ebenso wie Hitler legal gewählt wurde", zog der amerikanische Minister den brisanten Vergleich.

Dann habe er seine Macht konsolidiert, und nun arbeite Chavez eng mit dem kubanischen Staatschef Fidel Castro und dem bolivianischen Präsidenten Evo Morales zusammen, so Rumsfeld. Chavez hatte seinerseits US-Präsident Bush vor Kurzem als "größten Terroristen der Welt" gebrandmarkt. Die US-Regierung sei die "perverseste, mörderischste und unmoralischste" in der Geschichte, fügte Chavez hinzu.

Fast zeitgleich mit Rumsfelds Äußerungen in Washington gab Chavez die Ausweisung eines Marineattaches bei der US-Botschaft in Caracas bekannt. Der US-Diplomat sei ein Spion und müsse das Land sofort verlassen, sagte der Präsident am Rande eines Theaterbesuchs in der Hauptstadt. Die USA wiesen die Spionagevorwürfe zurück. "Keiner der Attaches war oder ist in unangebrachte Aktivitäten verwickelt", sagte eine Sprecherin des Außenministeriums in Washington.

(apa)