Rohrbombe auf Wiener Spielplatz entdeckt: Passant verscheuchte mutmaßliche Täter

Pyrotechnisches Pulver und Zündschnur gefunden

Zwei noch unbekannte Personen wollten Freitagabend auf einem Kinderspielplatz in Wien-Simmering eine selbst gebastelte Bombe hochgehen lassen. Als sie bemerkten, dass sie von einem Passanten beobachtet wurden, flüchteten die Verdächtigen. Die Polizei stellte ein mit pyrotechnischem Pulver gefülltes und einer Zündschnur versehenes Rohr sicher, das zuvor vom Entschärfungsdienst unschädlich gemacht werden musste.

Einem Passanten waren gegen 18.25 Uhr an der Adresse Studenygasse/Seeschlachtweg zwei verdächtige Gestalten aufgefallen, die mit einem Installationsrohr und einem Feuerzeug hantierten; offenbar mit dem Ziel, den Sprengkörper bei zwei Holzhäuschen auf dem eingezäunten Spielplatz in die Luft zu jagen. Als sie sich beobachtet fühlten, suchten sie das Weite.

Die Polizei sorgte für großräumige Absperrungen, während Experten den Fundort untersuchten. Bei der selbst hergestellten Bombe handelt es sich um ein rund 42 Zentimeter langes 5/4-Zoll-Metallwasserrohr. Es war an beiden Enden verschraubt, mit pyrotechnischem Pulver gefüllt und hatte eine Zündschnur.

Der Entschärfungsdienst des Innenministeriums machte das Sprengmittel bis gegen 22.00 Uhr unschädlich. Danach wurde es zu weiteren Untersuchungen abtransportiert.

Zur Identität der Bombenbastler gab es zunächst keine Hinweise. Das Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (LVT) ermittelt.
(apa)