River Phoenix von

Posthume Film-Premiere

"Dark Blood" wird 19 Jahre nach Tod des Hauptdarstellers in Utrecht uraufgeführt

Fast zwei Jahrzehnte nach dem Tod von River Phoenix erlebt dessen letzter Film "Dark Blood" seine Premiere auf dem Filmfestival im niederländischen Utrecht. Der niederländische Regisseur George Sluizer hatte "Dark Blood" zu vier Fünfteln fertig gedreht, als Phoenix am 31. Oktober 1993 im Alter von nur 23 Jahren an einer Überdosis Drogen starb.

Das Filmmaterial schlummerte in den Archiven, bis der 80-jährige, kranke Sluizer nach Angaben seiner Tochter vor zwei Jahren beschloss, den Film neu zu schneiden und so gut wie möglich zu vollenden. Im Januar sei es soweit gewesen, sagte Anouk Sluizer. "Dark Blood" handelt von einem Einsiedler (gespielt von Phoenix), der auf einem atomaren Testgelände in der Wüste lebt und auf das Ende der Welt wartet. Als ein auf der Hochzeitsreise befindliches Paar durch eine Autopanne in seiner Gegend landet, verliebt er sich in die Frau und hält die beiden gefangen.

Nachwuchs-Talent
Phoenix galt wie James Dean oder Brad Pitt als einer von Hollywoods begehrtesten Nachwuchsschauspielern. Mit nur 18 Jahren erhielt er für Sidney Lumets "Flucht ins Ungewisse" seine erste Oscar-Nominierung, an der Seite von Harrison Ford spielte er in "Indiana Jones und der letzte Kreuzzug", und in Gus Van Sants "My Private Idaho" verkörperte er einen homosexuellen Stricher.

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