"Republik kann sich die Klimt-Bilder leisten": WIFO ist für Ankauf aus Budgetmitteln

Walterskirchen: "Wert der Bilder wird sicher steigen" Fiedler: 'Geld wird nicht beim Fenster hinausgeworfen'

Die Republik Österreich solle und könne die Klimt-Bilder aus Budgetmitteln ankaufen, meinten WIFO-Experte Ewald Walterskirchen und Ex-Rechnungshofpräsident Franz Fiedler Donnerstag im Wirtschaftsmagazin ECO. Ein Kaufpreis von 200 Mio. Euro würde bedeuten, dass das Budgetdefizit von 1,9 auf 2,0 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) steigt, erklärte Walterskirchen. Die Republik könne sich das leisten, die Frage sei, "ob sich die Regierung das unter den gegenwärtigen Umständen leisten will".

Man könne davon ausgehen, dass der Wert der Bilder steigt, argumentierte Walterskirchen - und verwies auf den Eurofighter-Kauf: "Wenn man stattdessen Abfangjäger kauft, ist das eine Ausgabe für einige Jahre und man muss sie dann wiederholen."

Fiedler hält im Fall "Adele" sogar ein Budgetüberschreitungsgesetz für angemessen: "Das Geld wird nicht beim Fenster hinausgeworfen. Das Geld wird so angelegt, dass ein Gegenwert für die Republik erzielt werden kann. Ich würde meinen, hier sollte man, wenn sich die Regierung entschließt, diese Bilder anzukaufen, auch von Seite des Rechnungshofes keinen Einwand erheben können".

(apa/red)