Regierung unter Druck: Koalitions-Gipfel zum Kinderkrippen-Notstand

Regierung unter Druck: Koalitions-Gipfel zum Kinderkrippen-Notstand

Fünf Minister ringen um Lösung des Betreuungsmangels. Frauenministerin Doris Bures fordert, dass ,sofort‘ neue Kinderbetreuungs-Plätze geschaffen werden.

Für die Niederösterreicherin Sabine Wais ist die Lage eindeutig: „Es gibt einen massiven Bedarf an Kinderbetreuung. Und die Öffnungszeiten stimmen nicht mit den Arbeitszeiten überein.“ Ihre 20 Monate alte Tochter Andrea wird warten müssen, bis sie drei Jahre alt ist, um in den Kindergarten zu gehen. In der Zwischenzeit springen ihre Großeltern ein, damit die Betreuung gesichert ist, während Sabine Wais wieder in ihren Beruf im Handel zurückkehrt.

Das Problem ist alt, die Lösung wird immer neu versprochen. 17,6 Prozent der Österreicherinnen sind aus familiären Gründen nicht erwerbstätig. Das ist gleich zehnmal so viel wie in Schweden, wo dies nur für 1,8 Prozent der Frauen gilt (Quelle: Eurostat). Und 155.000 teilzeitbeschäftigte Frauen, so ergab eine Studie des Instituts Sora, würden gern länger arbeiten, wenn es passende Betreuung gäbe.
Die neue Bundesregierung hat jetzt Abhilfe versprochen. Kommenden Dienstag treffen gleich fünf Ressortchefs zu einem kurzen Kinderbetreuungsgipfel zusammen: Familienministerin Andrea Kdolsky hat Wilhelm Molterer (Finanzen), Doris Bures (Frauen), Martin Bartenstein (Wirtschaft) und Claudia Schmied (Unterricht) eingeladen. Diskussionsthemen sind: Vereinbarkeit von Familie und Beruf, flexiblere Öffnungszeiten und der „bedarfsgerechte Ausbau der Betreuungseinrichungen“.

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