Red Bull Salzburg von

Bullen am Abstellgleis wehren sich

Aussortierte Red-Bull-Salzburg-Spieler drohen dem Verein mit rechtlichen Schritten

Leonardo und Rasmus Lindgren von Red Bull Salzburg bei der Mannschaftspräsentation am 8. Juli 2012 © Bild: GEPA/Roittner

Einige jener fünf Spieler von Österreichs Meister Red Bull Salzburg, die seit vergangener Woche nicht mehr mit der Bundesliga-Mannschaft trainieren dürfen, wehren sich gegen ihre Versetzung. Die Spielergewerkschaft VdF hat die rechtliche Vertretung der betroffenen Spieler übernommen und dem Verein eine Frist von acht Tagen gesetzt, um die Maßnahme zurückzunehmen. Andernfalls drohen gerichtliche Schritte.

"Sollte innerhalb der Frist keine Reaktion von Red Bull Salzburg erfolgen, werden gegen den Verein gerichtliche Maßnahmen eingeleitet", kündigte die VdF in einer Presseaussendung an. "Eine derartige Maßnahme ist eine Missachtung arbeitsrechtlicher Bestimmungen. Ein Trainingsverbot mit der Kampfmannschaft bedeutet auch einen eklatanten Verstoß gegen die im Kollektivvertrag festgelegten Regelungen", schrieb die VdF weiter.

Red Bulls Sportdirektor Ralf Rangnick hat in der vergangenen Woche die Brasilianer Douglas, Cristiano und Leonardo sowie den Schweden Rasmus Lindgren und den Uruguayer Joaquin Boghossian aus dem Kader eliminiert. Das Quintett darf seither nur noch beim Red-Bull-Zweitteam FC Liefering in der Regionalliga West mittrainieren.

Laut Red Bull Salzburg vertritt die VdF nur die Interessen von Rasmus Lindgren und Leonardo. Leonardo trainiert schon seit 5. Juli in Liefering, bis vor kurzem habe es aber von der VdF keine Reaktion gegeben. Mit Lindgren ist RB Salzburg seit zehn Tagen in Gesprächen, um eine Lösung zu finden, hieß es von Seiten des Vereins.

Mit Douglas, Cristiano und Boghossian haben Salzburger Verantwortliche am Dienstag gesprochen. Das Trio habe dabei erklärt, dass es zur VdF keinen Kontakt gebe.

Kommentare

Damit dürfte die durchsichtige Personalmassnahme hoffentlich hinfällig werden.
Sportliche Gründe hatte das ja ohnehin nie - es ging nur um Verstärkung für Liefering, um den sich abzeichnenden Aufstieg von Austria Salzburg zu verhindern. Würde dem Herrn Didi M. ja auch in der Seele wehtun, wenn er die Austria in "seinem" Stadion spielen lassen müsste.

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