Rechte Fußballfans mit Hitlergruß im KZ: Staatsanwaltschaft leitet Untersuchung ein

Fotos waren auf der Homepage des Klubs zu sehen Alle 7 Verdächtigen zeigen sich in Einvernahme reuig

Voruntersuchungen wegen Wiederbetätigung hat die Staatsanwaltschaft Ried gegen sieben Mitglieder eines Fußballfanclubs in der Hitler-Geburtsstadt Braunau am Inn in Oberösterreich eingeleitet. Die Männer hatten bei einem Ausflug in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen die Hand zum Hitlergruß erhoben und sich dabei fotografieren lassen.

Bei den Einvernahmen hätten die Beschuldigten Reue gezeigt, wird ein Polizist in dem Artikel zitiert. "Es hat keiner versucht, die Sache irgendwie herunterzuspielen." Der Computer eines der beiden Vereinsobmänner, die sich selbst als "Capo" bezeichnet haben, ist beschlagnahmt worden. Er soll den Ermittlern mehr Hinweise auf die Gesinnung der Fußballfans geben. Das berichteten die "Oberösterreichischen Nachrichten" (OÖN) in ihrer Dienstag-Ausgabe.

Die Veröffentlichung eines Fotos auf der Homepage des Vereins, das Mitglieder mit zum Hitlergruß gestrecktem rechten Arm vor der KZ-Gedenkstätte Mauthausen zeigt, hat für zahlreiche Reaktionen gesorgt. Der Braunauer Bürgermeister Gerhard Skiba (S) bezeichnete die Vorfälle als "abscheulich". Auch der FC Braunau distanzierte sich von seinem Fanclub.
(apa/red)