"RB2-Ferrari" läuft nicht optimal: Red Bulls neuer Bolide mit Überhitzungsproblemen

Klien: "Basis stimmt, arbeiten in die richtige Richtung" Valencia: Alonso Schnellster, Rossi hält weiter gut mit

Eineinhalb Monate vor dem Formel-1-WM-Auftakt in Bahrain (12. März) testet Christian Klien mit dem Red-Bull-Racing-Team (RBR) derzeit in Valencia. Seit drei Wochen ist der neue "RB2-Ferrari" im Einsatz, noch läuft aber bei weitem nicht alles nach Wunsch - RBR kämpft vor allem mit Überhitzungsproblemen. "Wir haben große Probleme mit der Kühlung. Nach zwei, drei Runden ist Schluss, denn dann ist das Auto zu heiß", berichtete der Vorarlberger über die "Kinderkrankheiten" des neuen Boliden.

Grund zur Panik besteht jedoch laut Klien nicht: "In der zweiten Februar-Woche bekommen wir neue Seitenkästen, damit sollte das Problem gelöst sein. Die Basis stimmt auf jeden Fall, der Ferrari-Motor läuft wunderbar. Wir arbeiten in die richtige Richtung." Auf Grund der einschneidenden Regeländerungen - u.a. Zurückschrauben der Motoren von V10 auf V8, Reifenwechsel wieder erlaubt - erwartet sich der bald 23-Jährige (Geburtstag am 7. Februar) eine besonders brisante Saison. "Gut möglich, dass die Karten neu gemischt werden. Vor allem der neue V8 stellt eine Riesenaufgabe für die Motorenhersteller dar", weiß Klien.

Die aktuelle Test- und Entwicklungsphase, die für Klien schon des öfteren durch Regen und Schnee stark beeinträchtigt wurde, ist das harte Brot eines jeden Formel-1-Fahrers. "Dezember, Jänner, Februar - diese drei Monate sind die wichtigsten des Jahres. Da gilt es, das Auto schnell zu machen. Natürlich ist es teilweise mühsam, aber diese Arbeit ist sehr wichtig." Um die Zeit auf den kalten Rennstrecken ein wenig angenehmer zu gestalten, hat Klien sein eigenes Motorhome mit dabei.

Klien hat erstmals seit dem China-Grand-Prix wieder mit seinem Boliden auf einem trockenem Kurs seine Runden drehen können. Der Vorarlberger landete in der Donnerstag-Wertung der Testfahrten in Valencia auf Rang sechs. Schnellster war Weltmeister Fernando Alonso im Renault.

Motorrad-Weltmeister Valentino Rossi kam im Ferrari unter 16 Piloten knapp hinter Alex Wurz (Williams/10.) auf die zwölfte Zeit. Der Italiener hinterließ dabei erneut einen guten Eindruck auf vier Rädern und distanzierte immerhin so erfahrene Leute wie McLaren-Testpilot Pedro de la Rosa, McLaren-Star Juan Pablo Montoya oder Toyota-Fahrer Jarno Trulli.

(apa/red)