Nach mehr als einem halben Jahr an Bord der Internationalen Raumstation ISS sind der Niederländer Andre Kuipers, der Russe Oleg Kononenko und der US-Amerikaner Donald Pettit sicher auf der Erde gelandet. Die Sojus-Raumkapsel mit den Männern setzte bei heißem Wetter am Vormittag in der kasachischen Steppe auf. Ihr Zustand sei befriedigend, teilte die Flugleitzentrale bei Moskau mit.
Der Fall auf die Erde hat etwa dreieinhalb Stunden gedauert. Für den 53 Jahre alten Kuipers war es sieben Jahre nach seiner ersten Reise zur ISS die zweite Mission im All. Der ausgebildete Mediziner habe an den 193 Tagen im Weltraum mehr als 50 Experimente im Labor erledigt, teilte die Europäische Raumfahrtbehörde Esa mit. Die Untersuchungen sollen Aufschlüsse im Kampf gegen Migräne, Knochenschwund (Osteoporose) und über das Absterben von Immunzellen geben. Im nächsten Jahr will die Esa den Italiener Luca Parmitano zur ISS schicken.
Die Langzeitbesatzung war am 21. Dezember vom kasachischen Weltraumbahnhof Baikonur gestartet und sollte eigentlich schon im Mai heimkehren. Allerdings wurde die Rückkehr aus technischen Gründen verschoben. Im Mai erreichten die beiden Russen Gennadi Padalka und Sergej Rewin sowie der Astronaut Joseph Acaba von der US-Weltraumbehörde Nasa die ISS.