Rassismus-Report 2011 von

"Ausse, ausse, jüdisches Gesindel"

Initiative ZARA legt neuen Report vor: Mehr Probleme in Geschäften und Lokalen

Rassismus-Report 2011 - "Ausse, ausse, jüdisches Gesindel" © Bild: Corbis/Hulton Deutsch

Lieber auf ein Geschäft verzichten als einen Ausländer bedienen: dieser rassistische Trend ist in Österreich zu beobachten. Der Rassismus-Report der Initiative "Zara" für das Jahr 2011 listet einschlägige Vorfälle etwa in Lokalen, Banken und Shops auf. Zara-Geschäftsführerin Claudia Schäfer fordert Politik und Wirtschaftsorganisationen nun auf, Initiativen gegen diese "rassistische Selektion" vorzunehmen.

Der Zara-Report listet traditionell rassistische Vorfälle auf, die der Initiative zu Gehör gebracht wurden. Heuer waren es 706 und damit 39 weniger als im Vorjahr. Zurückzuführen ist das darauf, dass deutlich weniger Beschmierungen gemeldet wurden als 2010. Angestiegen sind dagegen Vorfälle im Internet sowie eben im Bereich Güter und Dienstleistungen.

"Ausse, ausse, jüdisches Gesindel"
So wurde etwa eine Frau beim Verlassen eines Geschäfts, in dem sie letztlich nichts gekauft hat, mit den Worten "Ausse, ausse, jüdisches Gesindel" bedacht. Einer Malerin aus Chile wurde in mehreren Bankfilialen nicht gestattet, ein Konto zu eröffnen, offenbar weil man sie für eine Sexarbeiterin hielt: "What is your real job?", musste sie sich von einem Angestellten anhören.

Ein dauerhaftes Problem besteht auch im Wohnbereich. Wieder wurden diverse Wohnungsanzeigen gemeldet, die sich nur an Inländer wandten. Ebenfalls kein Ende der Diskriminierungen gibt es im Bereich der Gastronomie. Beispielsweise wurde einem Mann aus Lateinamerika der Eintritt in ein Lokal zunächst mit der Ausrede "Privatparty" verwehrt und schließlich auf Lokale "für Latinos" verwiesen.

Während die Zahl der rassistischen Beschmierungen in den letzten Jahren etwas zurückgegangen sein dürfte, wie der Leiter der Zara-Beratungsstelle Wolfgang Zimmer vermutet, nimmt die Zahl einschlägiger Vorfälle im Internet weiter zu. Ein besonderes Problem stellen da Kettenbriefe mit falschen Inhalten da, die sich auch weiterverbreiten, wenn der Inhalt längst widerlegt ist. Die Behauptung, ein Vater habe nach einer Mandeloperation seines Kindes nicht bei diesem im Spital übernachten dürfen, da dies eine muslimische Familie im selben Zimmer gestört hätte, ist ein solcher Fall.

Rülpser von Königshofer und Ben Becker
Neben vielen Alltagsereignissen hat wie jedes Jahr auch die Politik Eingang in den Rassismus-Report gefunden, etwa der mittlerweile aus der FPÖ geschmissene Ex-Nationalratsabgeordnete Werner Königshofer, der marokkanische Flüchtlinge als "Kanaken" bezeichnet hatte. Unter den Kulturschaffenden tat sich der deutsche Schauspieler Ben Becker mit einer "antiziganistischen" Äußerung negativ hervor, als er im ORF meinte, in Deutschland werde man als Schauspieler behandelt wie "Zigeuner, die tun hinter die Büsche scheißen".

Weiterführender Link:
Initiative ZARA

Kommentare

ZARA und der KROPF DIE große Gemeinsamkei: ALLE BEIDE sind so was von UNNÖTIG und ENTBEHRLICH

wohl vergessen... zu erwähnen, das wir österreicher selbst bedroht und beschimpft werden das fällt offensichtlich nicht unter rassismus oder wie? einfach nur zum kotzen ihr politiker und vereins kasperln

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Wieder so ein unwichtiger Verein... ... der die Hand, die ihn füttert, beisst. Diese Leute werden vom Steuerzahler mittels Steuergeldern mitfianziert, damit sie Österreich und seine Bevölkerung beschimpfen dürfen. Und unsere Politiker wagen es mangels Rückgrat nicht, diesem unwichtigen Verein die Steuermittel abzudrehen. Unsere Politiker gehen vor zwei Organisationen mangels Rückgrat stets auf den Bauch, vor Brüssel und den sogenannten NGO´s. Schlimm, schlimmer, österreichische Politiker!

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Re: Wieder so ein unwichtiger Verein... Wie unwichtig diese Leute sind beweist obige Frage, die vom Bankbeamten an die Kontowerberin gestellt worden ist und die als "rassistisch (!?)" ausgelegt worden ist, nämlich: ""What is your real job?", Jeder Österreicher muss sich in einer Bank, wenn er ein Konto eröffenen will, diese Frage gefallen lassen. Nur der völlig unwichtige Verein ZARA legt das als Rassismus aus. Da sieht man einmal mehr, wie diese Leute "ticken"!

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