Rapid - Rosenborg Trondheim von

400 Leute im Stadion

Rapid spielt vor zwei kritischen Gruppen: Journalisten und den eigenen Legenden

Das Wiener Ernst-Happel-Stadion von außen © Bild: GEPA/Luger

Beim "Geisterspiel" zwischen Rapid und Rosenborg Trondheim am Donnerstag zum Auftakt der Europa League werden sich zwischen 350 und 400 Menschen im rund 50.000 Zuschauer fassenden Happel-Stadion befinden. Diese Zahl setzt sich aus Club-Delegationen, Mitarbeitern in der Organisation und Journalisten zusammen.

Jeder Verein bekam von der UEFA ein Kontingent von 75 Personen zugewiesen - darin inkludiert sind auch die Spieler und Betreuer. Die Norweger verzichteten auf die ihnen zustehenden 200 zusätzlichen Tickets der besten Kategorie und reisten lediglich mit einer 45-köpfigen Delegation an. Kurzfristig wurden allerdings 25 weitere Karten bestellt.

Die alten Legenden schauen zu

Inklusive aller akkreditierter Journalisten und TV-Techniker sowie jener Personen, die für den organisatorischen Ablauf des Spiels verantwortlich sind, werden annähernd 400 Menschen Einlass finden. Die Hütteldorfer vergaben ihre verbleibenden Tickets an Mitglieder des "Rapid-Legendenclubs" - so werden unter anderem Josef Hickersberger, Andreas Herzog, Alfred Körner, Herbert Feurer oder Rudolf Flögel im Stadion Platz nehmen.

"Jahrhundert-Rapidler" Hans Krankl hätte ebenfalls Anspruch auf einen Platz unter den Rapid-Legenden, belastet aber das Kontingent nicht. Der Ex-Teamchef meldet sich als Experte für Sky aus dem Stadion, Austria-Ikone Herbert Prohaska analysiert für den ORF aus dem Prater-Oval.

Bei diesem Publikum beschleicht Rapid-Trainer Peter Schöttel schon vor dem Match ein leicht mulmiges Gefühl. "Die Spieler sind allein schon deshalb gefordert, eine gute Leistung zu bieten, weil wir die zwei kritischsten Gruppierungen im Stadion haben", meinte der 45-Jährige mit Hinweis auf die Journalisten und Club-Legenden.

Fans fiebern im Hanappi-Stadion mit

Die Rapid-Fans müssen mit dem Hanappi-Stadion vorlieb nehmen. In der Heimstätte im Westen Wiens steigt ein Public Viewing, wobei die Club-Verantwortlichen am Vortag selbst noch nicht wussten, wie viele Anhänger dieses Angebot wahrnehmen könnten. Zumindest die aktive Fan-Szene hat ihr Kommen angekündigt. Laut Club-Service-Leiter Andreas Marek, der am Donnerstagabend zwischen Happel- und Hanappi-Stadion pendelt, werden beim Public Viewing Eingangskontrollen wie bei einem normalen Spiel durchgeführt.

Ursprünglich wollte die aktive Fan-Szene ihre Mannschaft unmittelbar vor dem Happel-Stadion unterstützen, dieses Vorhaben wurde allerdings von der UEFA untersagt. Stattdessen wird einige Meter vor dem größten Stadion Österreichs ein Sperrring errichtet und von rund 70 Sicherheitsbeamten bewacht, damit sich Unbefugte keinen Zutritt verschaffen können.

Keine Durchsagen mit dem Lautsprecher

Im Stadioninneren gibt es während des Spiels keine Durchsagen, auch nicht bei Toren oder Auswechslungen. Diese Stille dürfte wohl nur durch Rufe von Trainer- oder Spielerseite gestört werden, die diesmal besonders gut zu hören sein werden. Schöttel muss also sein Worte bei Diskussionen mit dem Schiedsrichter oder dem gegnerischen Trainer mit Bedacht wählen, sieht in dieser Situation aber auch Vorteile. "Wir müssen das nützen, um uns Kommandos zu geben."

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