Radfahren in Wien von

Stenzel plädiert für Nummerntafeln

ÖVP-Bezirksvorsteherin bekräftigt Unterstützung für kürzlichen Vorstoß von Häupl

Radfahren in Wien - Stenzel plädiert für Nummerntafeln © Bild: APA/Schlager

Die ÖVP-Bezirksvorsteherin der Wiener Innenstadt, Ursula Stenzel, bekräftigt ihre Unterstützung für den kürzlichen Nummerntafeln für Fahrräder nachzudenken. Die schwarze Landespartei lehnte die Idee mit Verweis auf den hohen Verwaltungsaufwand hingegen ab, was Stenzel mit durchaus heftigen Worten kritisierte: "Das ist ein Blödsinn, das ist einfach aus der Hüfte geschossen. Ich glaube, in der ÖVP ist da noch nicht das letzte Wort gesprochen." Sie wolle mit Parteichef Manfred Juraczka aber noch persönlich darüber reden, betonte sie.

Der Verwaltungsaufwand sei "kein gutes Argument, weil dann dürfte ich nirgends Tafeln haben", verwies die City-Chefin auf die Nummernpflicht bei Mopeds oder Autos. Es könne doch kein Aufwand sein, wenn beim Radkauf das Taferl einfach dazukomme. Das sei eine Versicherungsfrage. "Das Problem bei den Radfahrern - nicht bei allen, aber bei dieser Militanzgruppe - ist, dass sie die Straßenverkehrsordnung boykottieren", ärgerte sich Stenzel über Biker, die in Fußgängerzonen, auf Gehsteigen und gegen die Einbahn unterwegs sind. Diese könnten dank Nummerntafel dann dingfest gemacht werden.

"Dann stellt man halt mehr Personal ein"
"Warum nicht Nummerntafeln? Nur weil die Polizei dann vielleicht mehr Personal (zur Kontrolle, Anm.) bräuchte? Dann stellt man halt mehr Personal ein. Das ist mein Appell an die Innenministerin", richtete Stenzel ihrer Parteikollegin Johanna Mikl-Leitner aus.

Apropos Radverkehr: Ein Dorn im Auge ist der Bezirkskaiserin der laufende Ausbau des Ringradwegs, um ihn noch in diesem Jahr durchgängig auf beiden Seiten befahrbar zu machen. Dafür müssten 70 Bäume rund um die Prachtstraße - allein 23 beim Parkring - geopfert werden. Für Stenzel bedeutet der "Kahlschlag" eine Gefährdung des Weltkulturerbe-Prädikats für die Innenstadt: "Ich halte das für einen wirklichen Eingriff in das Weltkulturerbe."

Schließlich habe die UNESCO der City den Welterbestatus auch deshalb verliehen, weil die Ringstraße eine der schönsten Boulevards ist: "Da gehören die Bäume dazu." Sie werde jedenfalls die kürzlich eingelangten Anträge - "ein Kilo Akten" - auf Fällung nicht genehmigen. "Ich lege hier mein Veto ein. Ich gehe auf die Barrikaden für die Ringbäume", versicherte sie. Denn laut den Anträgen stellen nur vier davon eine Gefährdung für Menschen dar. Sollte trotzdem die Fällung erfolgen, "geschieht das allein unter der Ägide einer rot-grünen Stadtregierung". Stenzel hofft jedenfalls auf Widerstand in der Bevölkerung.

Stenzel bezweifelt Notwendigkeit des "Luxusradwegs"
Abgesehen davon bezweifelt sie die grundsätzliche Notwendigkeit des "Luxusradwegs", der mit gut zwei Mio. Euro zu Buche schlage und lediglich ein "Wunsch der Radlobby" sei. Das Ring-Rund auf der Stadtinnenseite sei ausreichend. "Wenn sich Radfahrer disziplinierter verhalten würden, wäre der Weg auch weniger unfallanfällig. Man kann halt in einer Großstadt nicht rasen."

"Baumkahlschlag": Grüne weisen Stenzel-Aussagen zurück
Der grüne Mandatar Christoph Chorherr wies in einer Aussendung die Vorwürfe als "Unwahrheiten" zurück. Für die Errichtung des äußeren Ringradwegs würde lediglich ein kleiner und kränklicher Baum entfernt werden, versicherte Chorherr. Diese Maßnahme sei zudem seit Monaten bekannt. Alle anderen Vorhaben am Ring würden in keinem Zusammenhang mit der Radpiste stehen und lägen nicht im Verantwortungsbereich von Stadträtin Maria Vassilakou, betonte er.

Stenzel habe sich durch ihre Aussagen "disqualifiziert". Dies sei offenbar nur ein weiterer Versuch der ÖVP, um "mit Dreck um sich zu werfen." Daher forderte Chorherr die Bezirksvorsteherin auf, die "Verbreitung von Unwahrheiten" zu beenden und öffentlich zurückzunehmen

Kommentare

tja ihr radfahrkasperln da unten solltet genauso blechen wie wir autofahrer-so schauts aus.

radltoni melden

Nummerntafel für Radfahrer So ein Blödsinn, wo soll ich beim Rennrad oder Bike die Nummerntafel montieren? Wahrscheinlich am Arsch . Das ist nur ein Abkassieren .

kickoff melden

Re: Nummerntafel für Radfahrer Dann erhebt sich auch noch die Frage, wenn ich drei Fahrräder habe, brauche ich dann drei Nummerntafel oder gibt es eine Art Wechselkennzeichen und ich muss vor Antritt jeder Fahrt die Nummerntafel auf das jeweilige Rad ummontiere?. Ja, ja, der Alki hat die Wiener wieder einmal von den anderen Problemen in der Stadt (z.B. Parkraumpickerl, Erhöhung viele Gebühren wie Müll, Wasser usw) abgelenkt und die weinseligen Wiener kapieren das nicht. Geschieht ihnen recht! Es sollen ja nicht immer die Kärntner für dumm verkauft werden!

mfp7764 melden

Re: Nummerntafel für Radfahrer an radltoni-kleb sie dir am oberschenkel.

dageier melden

wie geht sowas Was fürn Stuss redet die dumme Nuss?
Wenn ich so einen Sch... ( Blödsinn ) in meiner Firma bringen würde , könnte ich mich schon am nächsten Tag verabschieden .
Wie kann so eine Sumpftaube überhaupt so eine Position in der Politik besetzen .

mikkka21 melden

Re: wie geht sowas Was kann man auch anderes von so einer Schnapsdrossel erwarten?
Dieses Weib hat doch in den letzten Jahren nur schwachsinnige Aussagen getätigt !!!

Tafeln Hat hier irgendjemand das schon überissen dass es der Politik "nur"ums GELD geht nicht um die Sicherheit.Der Staat kassiert bei jeder Versicherung 13% Steuer.(Wahrscheinlich bekommen dann unsere Politheinis wieder einen Bonus von den Versicherungen)

Maxi01 melden

dann stellt man halt mehr Personal ein... .. na klar, als ob die Polizei nicht eh schon zu wenig Personal hat und jetzt dürfen die auch noch weniger Überstunden machen. Und dann schimpfen wir wieder alle, dass es zu viele Beamte - wo auch die Polizei darunter fällt - gibt und das das alles zu teuer ist. Wobei der Gedanke an mehr radelnde Polizisten gefällt mir.

rosa44 melden

Re: dann stellt man halt mehr Personal ein... .. endlich mal ein vernünftiger Vorschlag seitens der Politik! Als Autofahrer hat man nämlich gegen die Radfahrer überhaupt keine Rechte und Möglichkeiten. Wenn sich jemand im öffentlichen Verkehr bewegt, dann muss er auch kontrollierbar, auffindbar etc. sein. Die Radfahrer sind echte U-Boote!

festertreu melden

Re: dann stellt man halt mehr Personal ein... "rosa44" : sie wissen offensichtlich nicht, wovon sie reden, was kommt denn noch, anmeldung 50 euro, versicherung 100 euro, steuer 30 euro.........TÜV jedes jahr 100 euro, spinnen die den alle ?

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