Queen Elizabeth II. von

Schiffsparade zum Jubiläum

Hunderttausende trotzen dem Regen. Prinz Charles mischt sich unter Untertanen.

  • Bild 1 von 60 © Bild: APA/EPA/Andy Rain

    Die Queen und ihre Familie bei der Schiffsparade zu Ehren ihres 60. Thronjubiläums.

Die Feierlichkeiten zum Teilnahme der Queen beim Epsom Derby gestartet. Die große Schiffsparade entlang der Themse in London stellt den vorläufigen Höhepunkt der Jubiläumsfeierlichkeiten dar.

Königin Elizabeth II. hatte sich am Sonntag zu ihrer elf Kilometer langen Fahrt auf der Themse eingeschifft. An der Seite ihres Ehemannes Prinz Philip bestieg die Monarchin - in einen weißen Steppmantel mit passendem Hut gekleidet - ihr prächtig geschmücktes Jubiläumsschiff "Spirit of Chartwell". Unmittelbar danach wurde an Bord die königliche Standarte gehisst. Mit auf dem Schiff waren auch Thronfolger Prinz Charles mit seiner Frau Camilla, sowie die Enkel Harry und William, samt dessen Ehefrau Kate. Die Herzogin von Cambridge trug ein rotes Kleid mit Faltenrock von Alexander McQueen.

Queen an der Spitze eines Korsos aus 1.000 Booten
Die Königin fuhr an der Spitze eines Korsos aus 1.000 Booten und Schiffen vom Westen Londons bis zur Tower Bridge am östlichen Ende der Innenstadt. Zehntausende froren bei Wind und Regen am Ufer und in der Londoner Innenstadt, um einen Blick auf die 86 Jahre alte Monarchin samt ihrer Familie zu erhaschen. "Als Mädchen habe ich die Krönung der Queen gesehen", sagte die 69 Jahre alte Jane, deren Tochter Karten für einen Platz auf der berühmten Tower Bridge, dem Endpunkt der Schiffsparade, gewonnen hatte. "Ich musste einfach dabei sein. Sie hat in den letzten Jahren einen fantastischen Job gemacht." Das schlechte Wetter macht ihr nichts aus. "Bei der Krönung war es auch nass", erinnert sie sich an die Zeremonie vor 59 Jahren.

Die Königin verstieß an Bord des prunkvoll hergerichteten Schiffes "Spirit of Chartwell" wiederholt gegen das Protokoll. Statt auf dem Thron aus rotem Samt mitten auf dem Oberdeck Platz zu nehmen, ging die sechsfache Großmutter und zweifache Urgroßmutter zunächst unaufhörlich an der Reeling entlang, sprach mit Crewmitgliedern und verfolgte die Vorführungen ihrer Landsleute am Ufer.

An der Tower Bridge endete die Parade - dort sollte die Queen die Schiffe an sich vorbeiziehen sehen und sich so richtig feiern lassen. Bewohner ließen sich auf Klappstühlen nieder. Vom Pappteller bis zum Regenmantel regierte überall am Ufer wie auch auf den rund 10.000 Straßenpartys im ganzen Land der britische Union Jack in den Farben Rot, Weiß und Blau. Angestoßen wurde mit dem typisch englischen Cocktail-Getränk Pimms, zudem knallten viele Sektkorken. Einige kamen aber gar nicht mehr rechtzeitig ans Themse-Ufer, weil Sicherheitsleute sie aus Angst vor Überfüllung zurückwiesen.

"Die Queen ist der Inbegriff alles Britischen"
Warum ist die Queen so wichtig für die Briten? "Sie gibt dem Land Kontinuität", sagte Janes Ehemann Alex, 71 Jahre alt. "Die Queen ist der Inbegriff alles Britischen. Und jeder mag so ein bisschen Pomp. Die Leute in der Bahn heute früh waren alle viel besser gelaunt, überall ist gute Stimmung." An den Aufgängen zur Brücke am Tower drängten sich die Menschen vor großen Bildschirmen. Jedes Dröhnen einer Schiffssirene löste begeisterte Rufe aus.

Für ihre Schiffsparade hatte sich die Monarchin viele historische Bezüge ausgesucht. Das London Philharmonic Orchestra - an Bord des letzten der 1.000 Schiffe des Konvois platziert - spielte etwa Georg Friedrich Händels Wassermusik - komponiert für Elizabeths Vorgänger Georg I, einen König aus der Linie der Hannoveraner. Der Hit des Tages war aber ein anderer: "God Save the Queen" - die Nationalhymne der Briten - ertönte tausendfach aus den Lautsprechern.

Charles und Camilla bei Feier am Piccadilly Circus
Thronfolger Prinz Charles mischte sich vor der großen Parade bei den Feiern zum Thronjubiläum seiner Mutter Queen Elizabeth II. - angeblich ungeplant - unter seine künftigen Untertanen. Auf dem Piccadilly Circus im Zentrum Londons setzten sich Charles und seine Frau Camilla gemeinsam mit 2.000 Bürgern und Touristen aus aller Welt an einen der in den Landesfarben Rot, Weiß und Blau gedeckten Tische zum großen "Jubiläums-Lunch". Wie die übrigen Teilnehmer trotzte er dem miserablen Wetter mit Nieselregen und Wind - und sang mit ihnen "God Save the Queen".

Kommentare

Dantine melden

Die schlimmste BBC Übertragung, die ich je gesehen habe!
Der Regisseur soll den Hut nehmen und vielleicht einmal zum PRF in die Lehre gehen!
Wie kann man nur so schlecht Bildregie führen?

Dafür hat sich der ORF die schlechteste Moderation dieser Art geleistet! Die 2 Damen (elderly ladies, hehe) gehören sofort ins Aus! (Was interessiert uns, dass die Tochter der einen eine kurzbehoste junge Engländerin gesehen hatte, als es so kalt war, dass sie selber einen Wintermantel tragen hätte wollen, oder dass die andere "jetzt dringend aufs Klo müsse", etz!

Grausam hoch 3!

lancelotaw melden

Re: Die schlimmste Die BBC hart TOP gearbeitet wie ich auf BBC-world sehen konnte!

Dass der ORF nicht in der Lage ist so ein Thema ordentlich zu paraesentieren ist wirklich nicht die Schuld der BBC!

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