Protestmarsch am Donnerstag: Die Post-Gewerkschaft mobilisiert gegen Börsegang!

800 Teilnehmer wurden bei der Polizei angemeldet Internet- und Medienkampagne läuft auf Hochtouren

Die Post-Gewerkschaft macht für den Protestmarsch am Donnerstagnachmittag gegen die geplante Teilprivatisierung der Österreichischen Post mobil. Es wurde eine Internet- und Medienkampagne gestartet, wie viele Teilnehmer sich die Veranstalter erwarten, wird aber nicht verraten. Die Gewerkschafter hoffen jedenfalls auch auf Unterstützung durch die Bevölkerung. Laut Polizei wurde eine Veranstaltung für 800 Personen angemeldet.

Treffpunkt ist die Postzentrale bei der Dominikanerbastei im 1. Wiener Gemeindebezirk, um 16.30 Uhr wird der Protestzug über die Rosenbursenstraße und weiter über die Ringstraße zum Finanzministerium in der Himmelpfortgasse marschieren. Dort sind eine Kranzniederlegung sowie eine Mahnwache geplant, so erste Informationen. Angeführt wird die Protestveranstaltung vom obersten Post-Gewerkschafter Gerhard Fritz.

Bei den Sicherheitskräften gibt man sich im Vorfeld entspannt. "Es wird keine Schwierigkeiten geben", so Hofrat Ewald Bachinger, Leiter des Amtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (LVT), auf Anfrage der APA.

Die Gruppierung "Österreichisches Solidaritätskomitee" hat heute, Mittwoch, zur Teilnahme unter dem Motto "Gegen den Ausverkauf der Post - Solidarität mit den Postbeschäftigten ist im Interesse aller ÖsterreicherInnen" aufgerufen. "Es ist nicht wahr, dass der Börsegang der Post allen etwas bringt. Schon bis jetzt wurden als Vorleistungen in den letzten vier Jahren über 1.000 Postämter geschlossen, die Mitarbeiterzahl wurde in den letzten 5 Jahren um 9.000 Beschäftigte abgebaut und bis 2007 sollen es nochmals 3.500 weniger werden, hieß es.

(apa/red)