Projekt von "25 Peaces": Plassnik eröffnete
"Speakers' Corner" am Wiener Ballhausplatz

Bürger können Zukunft Europas kommentieren Meinungen auf elektronischen Laufbändern zu lesen

Außenministerin Plassnik hat auf dem Wiener Ballhausplatz einen von der unabhängigen Projektgruppe 25 Peaces gestalteten elektronischen Speakers' Corner eröffnet. Bürger sind während der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft dazu aufgerufen, Thesen von 25 bekannten Denkern zur Zukunft Europas zu kommentieren.

"Wir wissen, dass wir die Zukunft mitgestalten können, die österreichische EU-Ratspräsidentschaft ist ein Teil dieser Arbeit", sagte Plassnik am Sonntag bei der Eröffnungsrede. Sie hoffe, dass dieses Dialogangebot von den Bürgern genutzt werde. Nach dem Gedenkjahr 2005 freue sie sich, eine Stufe weiterzugehen und eine Vordenkphase einzuleiten, sagte Plassnik.

Der Gestalter der Europäischen Kulturhauptstadt Graz 2003 und Mitinitiator von 25 Peaces, Wolfgang Lorenz, sagte, wir wüssten alles über die Vergangenheit, viel über die Gegenwart, jedoch nichts über die Zukunft. Denker aus allen Kontinenten seien deshalb eingeladen worden, sich in den kommenden 25 Wochen über die Zukunft Europas zu äußern.

Das Projekt trägt den Namen "PEACE vermutet". Schließlich geht es um die Zukunft Europas in 50 Jahren, die nicht sicher sei und daher vermutet werde. Der Speakers' Corner besteht aus einem äußeren und inneren Rundhorizont in 2,5 Meter Höhe. Auf einem Durchmesser von zwölf Meter sind außen "Key-Sätze" der Denker-Aufsätze zu lesen, innen die Kommentare der Bürger, die an Ort und Stelle per Computer oder über Internet abgegeben werden. Zum Ende der EU- Ratspräsidentschaft werde dann "bilanziert, ob, und wenn ja, was bei dieser Aktion herausgekommen ist".

(apa/red)