Private Pensionsvorsorge boomt weiter: Fast jeder dritte Österreicher hat schon eine

Anstieg seit letzter Umfrage 2003 um drei Prozent 18 Prozent überlegen Anschaffung eines Produktes

Die private Pensionsvorsorge boomt weiter. Bereits fast jeder dritte Österreicher besitzt ein entsprechendes Produkt oder mehrere davon. Das geht aus einer Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstituts "Spectra" hervor, deren Ergebnisse am Mittwoch veröffentlicht wurden.

"Spectra" führte im September persönliche Interviews mit 1.006 repräsentativ für die Bevölkerung ab 15 Jahren ausgewählten Personen durch. Dabei gaben 32 Prozent an, schon eine private Vorsorge abgeschlossen zu haben. Bei einer vergleichbaren Erhebung im Jahr 2003 waren es noch 29 Prozent. 18 (2003: 16) Prozent der Österreicher spielen mit dem Gedanken, in ein entsprechendes Produkt zu investieren.

Die fleißigsten Vorsorger sind die 30- bis 49-Jährigen. In diesem Alterssegment zahlt bereits jeder Zweite in einen Pensionsplan ein, vor drei Jahren waren es 45 Prozent. Auch die 16- bis 29-Jährigen denken zunehmend an ihren späten Lebensabschnitt: Bereits 34 (2003: 28) Prozent dieser Altersgruppe verfügen über eine private Pensionsvorsorge.

76 Prozent der Österreicher zahlen ihren Beitrag monatlich ein, im Durchschnitt geschätzte 60 Euro. Dieses Minus von zehn Euro verglichen mit 2003 ist darauf zurückzuführen, dass immer mehr junge Menschen in die Vorsorge investieren, so die Meinungsforscher.

Der Markt sei volumensmäßig beachtlich: Im vergangenen Jahr betrug die jährliche - auf Grund der Beitragsschätzungen errechnete - Prämienleistung rund 1,6 Mrd. Euro. Gegenüber 2003 entspricht das einem Plus von rund 26 Mio. Euro. "Spectra" spricht von einem "stattlichen Betrag", der zweifellos dem Konsum verloren gehe.
(apa)