Premier für "Grande Nation": Frankreichs Herren sind zum ersten Mal Europameister

Überraschend klarer Sieg im Finale gegen Spanien

Frankreich ist zum ersten Mal in seiner Geschichte Handball-Europameister. Die "Grande Nation" schlug im EM-Finale am Sonntag in Zürich den amtierenden Weltmeister Spanien überraschend deutlich mit 31:23 (17:13). Rang drei sicherte sich das Team aus Dänemark, das Olympiasieger Kroatien klar mit 32:27 (16:10) bezwang.

Die Franzosen, selbst zweifacher Weltmeister, waren bei einer EM noch nie auf dem Podest gestanden, hatten zudem in der Vorrunde gegen Spanien verloren (26:29). Doch der leichte Außenseiter war vor 11.500 Zuschauern den Iberern in allen Belangen überlegen. Dabei war Nicolas Karabatic, Klubkollege von Viktor Szilagyi beim THW Kiel, mit elf Treffern der Mann des Abends.

Spanien wurde seiner Favoritenrolle nur zu Spielbeginn gerecht, ging nach einem "Flieger" mit 4:1 in Führung. Doch plötzlich riss der Faden und als Stammtorhüter David Barrufet vom FC Barcelona in der 16. Minute verletzungsbedingt vom Platz musste, hatten die Franzosen endgültig die Oberhand gewonnen. Die Entscheidung fiel dann Mitte der zweiten Hälfte als Frankreich von 22:20 auf 28:20 davonzog.

Zuvor hatte Dänemark sein Abonnement auf den dritten Platz verlängert. Zum dritten Mal hintereinander gewannen die Dänen das "kleine Finale" und schlugen mit 32:27 (16:10) wie vor zwei Jahren Olympiasieger Kroatien, das nach 13 Minuten seinen Spielmacher Ivano Balic vorgeben musste. Der ehemalige Welthandballer prallte unglücklich mit dem Kopf auf den Boden und musste aus dem Match ausscheiden.

(apa/red)