Präsident Chavez attackiert erneut die USA:
"Hitler wäre neben Bush säugendes Baby"

Betrachtet Kontrahenten als Gefahr für sein Land Staatsmann will seine Bevölkerung jetzt bewaffnen

Der venezolanische Präsident Hugo Chavez hat seinen US-Amtskollegen George W. Bush als schlimmer als Hitler bezeichnet und zum Schutz seines Landes den Kauf neuer Waffen angekündigt. "Die imperialistische, (...) faschistische Haltung des US-Präsidenten kennt keine Grenzen", sagte Chavezvor Tausenden von Anhängern. "Ich denke, Hitler wäre neben George W. Bush wie ein säugendes Baby." Chavez sprach von einer Bühne, die mit einem hohen roten Bildnis seiner selbst als junger Soldat dekoriert war.

In seiner Rede bezeichnete Chavez die USA erneut als Gefahr für sein Land und kündigte den Kauf von einer Million Gewehren an. "Venezuela braucht eine Million gut ausgerüstete und gut bewaffnete Männer und Frauen", sagte Chavez.

Während der venezolanische Präsident von seinen Anhängern begeistert gefeiert wurde, protestierten in einem anderen Stadtteil von Varacas mehrere tausend Menschen gegen seine Politik. Sie warfen dem Präsidenten eine autoritäre Regierungsführung vor und erinnerten an die Opfer eines gescheiterten Putsches, den Chavez 1992 anführte. An die Macht kam Chavez erst 1999.

Die angespannten Beziehungen zwischen den beiden Ländern hatten sich in den vergangenen Tagen weiter verschlechtert, nachdem Chavez' Regierung einen US-Diplomaten ausgewiesen hatte. Die USA hatten mit der Ausweisung eines venezolanischen Diplomaten reagiert. Vor wenigen Tagen hatte US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld Chavez mit Adolf Hitler verglichen und gemeint, der Aufstieg des venezolanischen Präsidenten sei "beunruhigend". (apa/red)