Post-Privatisierung: ÖGB-Chef Verzetnitsch vermisst Garantie für 51% Staatsanteil

ÖGB-Chef: "Teilprivatisierungen nicht nur positiv" PLUS: Knappe Mehrheit der Österreicher gegen Streik

ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch vermisst bei der Post-Teilprivatisierung eine Garantie des Eigentümers, dass nicht unter 51 Prozent Staatsanteil gegangen wird. "Was hindert all jene, die sagen, wir wollen nicht unter 51 Prozent gehen, eine Garantie abzugeben", sagte Verzetnitsch Dienstagabend in der Fernsehsendung "Report" des ORF.

Was die Bilanz der bisherigen Teilprivatisierungen betrifft, ist für den ÖGB-Chef nicht immer alles nur positiv verlaufen. "20 Prozent der damals Beschäftigten sind heute nicht mehr im Unternehmen". Gelohnt habe sich "vielleicht etwas für die Aktionäre".

Auf eine mögliche Mitarbeiterbeteiligung angesprochen sagte Verzetnitsch, dies sei nicht von vornherein abzulehnen. Allerdings könnten sich diese viele Postbedienstete nicht leisten, wenn sie mit durchschnittlich 1.100 Euro netto im Monat auskommen müssten.

(apa/red)