Post-Privatisierung: 49% der Österreicher für Börsegang, aber auch Nachteile befürchtet!

Ängste: Postämter-Schließungen, Arbeitsplatzverlust 51 Prozent halten einen Streik für nicht gerechtfertigt

Die geplante Teilprivatisierung der Post wird von den Österreichern zwar eher befürwortet, eine relative Mehrheit sieht darin aber vor allem nachteilige Folgen für die Post selbst. Dies geht aus einer OGM-Umfrage hervor, die die ORF-TV-Sendung "Report" veröffentlicht. Einen Streik lehnen die Österreicher mehrheitlich ab, obwohl fast 40 Prozent einen Ausstand für gerechtfertigt halten würden.

Laut der Umfrage unter 500 Personen halten 49 Prozent der Befragten die geplante Teilprivatisierung über die Börse für sinnvoll, 35 Prozent bezeichnen sie als "weniger sinnvoll". 17 Prozent machten keine Angabe.

Beinahe spiegelbildlich das Meinungsklima bei der Einschätzung der Folgen für das Unternehmen selbst: Der Börsegang wird die Post "wettbewerbsfähiger machen", meinen lediglich 38 Prozent. "Postämter werden geschlossen, Arbeitsplätze gehen verloren", antwortet dagegen die relative Mehrheit von 47 Prozent. 15 Prozent machen hier keine Angabe.

51 Prozent halten einen Postler-Streik gegen die Teilprivatisierung für nicht gerechtfertigt, für immerhin 39 Prozent wäre ein Ausstand gerechtfertigt. 11 Prozent machten keine Angaben.

Die OGM-Umfrage wurde am 16. Jänner telefonisch unter 500 Personen. (apa/red)