Im Fall des Porno-Killers Luka Magnotta hält die Polizei nun einen neuen Beweis in der Hand: Die in Päckchen verschickten Leichenteile sind durch Gen-Tests identifiziert worden. Alle sterblichen Überreste stammen von dem Ende Mai in Montréal getöteten chinesischen Studenten.
Auch die übrigen gefundenen Körperteile seien dem Opfer zuzuordnen, teilte die kanadische Polizei am Donnerstag mit. Der mutmaßliche Mörder, Luka Rocco Magnotta, sitzt in Berlin in Haft. Dort muss der 29-Jährige "bis zur Entscheidung über seine Auslieferung" bleiben, wie das zuständige Gericht erklärte.
Kopf noch nicht gefunden
Der 29-jährige Pornodarsteller und Prostituierte wird verdächtigt, Ende Mai in Montreal den Chinesen mit einem Eispickel getötet und die Leiche zerstückelt zu haben. Eine Hand und einen Fuß des Opfers soll er an politische Parteien in Ottawa geschickt haben. Der Kopf der Leiche wurde bisher nicht gefunden.
Magnotta war aus Kanada nach Frankreich geflohen und von dort mit einem Bus nach Berlin gereist. Anfang vergangener Woche war er in einem Berliner Internetcafé erkannt und von der Polizei festgenommen worden. Der Besitzer des Cafés wollte vor kurzem den Stuhl, auf dem Magnotta vor der Verhaftung gesessen ist, auf Ebay versteigern . Die Auktion wurde jedoch vom Unternehmen abgebrochen.