Polizei schoss auf Einbrecherbande: Kugel trifft mutmaßlichen Täter in der Schulter

Moldawische Bande war auf Diebestour im Flachgau Vermutlich vier Täter konnten vor der Polizei flüchten

Polizisten haben beim Handelspark Elixhausen (Flachgau) eine Einbrecherbande gestellt und dabei Warnschüsse abgefeuert. Ein 27-jähriger Moldawier erlitt einen Einschuss an der rechten Schulter, berichtete Einsatzleiter Winfried Stöger vom Bezirkspolizeikommando Anif. Vier weitere Bandenmitglieder konnten flüchten. Die Fahndung läuft auf Hochtouren.

Die Einbrecher hatten bereits in der Nacht auf Donnerstag einen Pkw in Graz und das Kennzeichen in Gröbming in der Steiermark gestohlen. Danach begaben sich auf Diebestour in den Salzburger Pongau und Flachgau, vermutete Stöger. "Die Spuren, die sie gezogen haben, lässt auf die gleiche Gruppe schließen."

In der Nacht auf Freitag sollen die Moldawier in Eugendorf (Flachgau) bei einem Einbruch 70 Handys gestohlen haben. Ein Zeuge konnte sich den Wagen notieren. Am späten Freitagabend brachen die Diebe in eine Tankstelle und einen Schleckermarkt in Elixhausen ein. Die Polizisten, die bereits alarmiert waren und um Verstärkung angesucht hatten, konnten die Bande gegen 23.50 Uhr beim Lieferanteneingang des Sparmarktes im Handelspark stellen.

Zuerst Warnschüsse, dann Treffer
Als die Beamten "Halt, Polizei" riefen und sie aufforderten, sich nicht mehr zu bewegen, liefen die vier bis fünf Männer weiter auf die Beamten zu. Durch die baulichen Gegebenheiten hätten sie keine andere Möglichkeit zur Flucht gehabt, so die Exekutive. "Die Polizisten gaben zuerst mehrere Warnschüsse in die Luft ab. Doch die Männer kamen immer näher. Es war dunkel und neblig. Die Beamten haben nicht gewusst, ob sie Waffen in der Hand haben", erklärte Einsatzleiter Stöger. Wie es zu der Schussverletzung kommen konnte, werde noch genau überprüft.

Zwei Verdächtige konnten mit dem gestohlenen Mazda flüchten. Eine Polizeistreife nahm die Verfolgung auf. Bei einem Bauernhof in Elixhausen ließen die Männer das Auto stehen und machten sich zu Fuß aus dem Staub. Wegen des extrem starken Nebels konnten sie den Polizisten entwischen. Die Fahndung nach zwei weiteren mutmaßlichen Tätern blieb bis Samstagvormittag ebenfalls ohne Erfolg.

Der verletzte moldawische Asylwerber wurde ins St.-Johanns-Spital der Salzburger Landeskliniken gebracht. Der Verdächtige, der auf Grund eines Lichtbildes identifiziert wurde, ist ansprechbar. 14 Polizisten, vier Cobra-Beamte und der Polizeihund "Tasso" standen insgesamt im Einsatz. (apa/red)