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Wasser auf Stronachs Mühlen

Hubert Wachter über die UBS-Studie: Der Euro ist ein Teuro

Politik - Wasser auf Stronachs Mühlen © Bild: NEWS

Die Meldung kam wie ein sommerlicher Torpedo aus der Schweiz just zu politisch aufgeregten Zeiten: Es stellte die Millionärs-Großbank UBS fest, dass Länder wie Deutschland und Österreich vom Euro gar nicht profitiert hätten, sehr wohl aber Spanier, Portugiesen und Griechen.

Durchschnittlich satte 35 Prozent habe der Euro bislang an Einkommensverlust gebracht, besonders für die unteren Schichten. Was für ein Zufall, dass dies exakt in den Tagen des politischen Parforceritts von EU-Kritiker Stronach bekannt wurde. Sicher sehr zu seiner, aber auch zu FPÖ-Straches heller Freude.

Voodoo oder Wahrheit? Zurück bleibt der verunsicherte, frustrierte Bürger. Der seit 2002 erlebt, dass Lebensmittel und anderes tatsächlich sehr viel teurer geworden sind. Wer ist schuld? Wirklich allein die Unternehmer, deren Gewinne seither viel mehr stiegen als die Löhne und Gehälter? Oder nur die EU-Südländer, die auf Kosten des Nordens zu lange nur Party feierten?

Wahr ist, dass das Sozial-Gleichgewicht in der EU nicht mehr stimmt. Ebenso, dass Reformen bei Steuern, Abgaben und Verwaltung dringlichst sind. Statistiken wie jene der UBS heizen den Grant nur weiter an. Das sollte die Politik kapieren und handeln. Jetzt. Sonst sind Stronach & Co kaum zu stoppen.

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