Pensionsstudie von

Wir müssen länger arbeiten

Und das für weniger Rente: OECD fordert Anhebung des Pensionseintrittsalters

Pensionsstudie - Wir müssen länger arbeiten © Bild: Corbis

Wir werden immer älter: Alle sieben Jahre steigt die Lebenserwartung um ein Jahr. Angesichts dessen müssen wir uns in Zukunft wohl darauf einstellen, länger arbeiten zu müssen als bisher. Der aktuelle "Pensions Outlook" der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) fordert nun von den Regierungen eine Anhebung des Pensionseintrittsalters. Nur so sollen unsere Pensionen angemessen und finanzierbar bleiben.

"Gerade in Zeiten erhöhter wirtschaftlicher Unsicherheiten können solche Reformen auch einen Beitrag zur Überwindung der Krise leisten, indem sie die Konsolidierung der öffentlichen Finanzen voranbringen und das Wachstum ankurbeln", heißt es in einer Aussendung.

Förderung privater Altersvorsorge
In den entwickelten Volkswirtschaften werde in den nächsten 50 Jahren die Lebenserwartung bei der Geburt voraussichtlich um 1,7 Monate pro Jahr ansteigen, also alle sieben Jahre um ein zusätzliches Jahr. In 28 von 34 OECD-Ländern sei eine Anhebung des Pensionseintrittsalters bereits beschlossen oder geplant. "Allerdings hält die Erhöhung nicht immer Schritt mit der Steigerung der Lebenserwartung. Die Regierungen sollten daher erwägen, das Renteneintrittsalter formell an die Lebenserwartung zu koppeln, wie dies in Dänemark und Italien bereits der Fall ist. Darüber hinaus sollte die private Altersvorsorge stärker gefördert werden", ist auf der OECD-Website zu lesen.

In Rente arbeiten: erwünscht
"Ältere Menschen sollten nicht davon abgehalten werden, über das traditionelle Renteneintrittsalter hinaus zu arbeiten. Dann können auch unsere Kinder und Enkelkinder am Ende ihres Arbeitslebens eine angemessene Rente genießen", sagte OECD-Generalsekretär Angel Gurria bei der Vorstellung des Berichts.

Bis ein Viertel weniger Pension
Die Rentenreformen der vergangenen zehn Jahre hätten in vielen Ländern zu einer Kürzung der staatlichen Pensionszusagen geführt, in der Regel um ein Fünftel bis ein Viertel. Im Durchschnitt der OECD-Länder könnten Personen, die heute zu arbeiten beginnen, eine staatliche Nettorente in Höhe von rund der Hälfte ihres Nettoverdiensts erwarten, wenn sie nach einer vollständigen Erwerbsbiografie im Regelrentenalter in Rente gehen. Allerdings könnten Rentner in fast allen 13 Ländern, in denen die private Altersvorsorge obligatorisch ist, Leistungen von rund 60 Prozent ihres Einkommens erwarten.

Aber in Ländern, in denen staatliche Pensionen relativ niedrig seien und die private Altersvorsorge nur freiwillig sei, wie zum Beispiel in Deutschland, Irland, Korea, Japan und den Vereinigten Staaten, müssten große Teile der Bevölkerung mit starken Einkommenseinbußen im Ruhestand rechnen. Dies könnte zu einem sprunghaften Anstieg bei der Altersarmut führen.

Kommentare

pension ich würde zu den pensionsplänen sagen,dass die politiker auch ihr scherflein beitragen müssten.die jungen leute wollen heutzutage auch nicht mehr arbeiten,da sie vom staat unterstützung bekommen.die alten sollen arbeiten,bis sie ins grab hineinfallen!!

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Stellen sie sich vor ein Polizist beobachtet von einer Überführung den Verkehr und bemerkt dass zu schnell gefahren wird. Die Geschwindigkeit muß um 20% reduziert werden. Jene die 150 fahren dürfen nur mehr 120 fahren und jene die 130 fahren dürfen nur mehr 104 fahren. Undenkbar? In Pensionsfragen geht man anscheinend genau so vor. Es fehlt rundherum das Geld also müssen alle länger arbeiten. Jene die bereits 45 Jahre ihre Beiträge eingezahlt haben müssen 50 Jahre oder noch länger Beiträge zahlen damit auch für die ein Geld da ist die nichteinmal 40 Beitragsjahre zusammenbringen. Oder noch schlimmer: damit eine Ausgleichszulage finanziert werden kann für Ehepartner die überhaupt nie eingezahlt haben. Oder um die ganzen Anrechnungszeiten zu finanzieren, in denen auch keine Einzahlung erfolgte. Würde nur jeder 45 Jahre in diesem Land einzahlen gäbe es keine Probleme!

Oliver-Berg melden

Das Problem der Pensionsfinanzierung ... Liegt darin, dass Österreich viel zu großzügig ist, wenn jemand unter dem Deckmantel der Pension nicht mehr arbeiten will:

- die Beamten, Postler, ÖBBler und alle anderen, die den Staat zur Last fallen werden noch einmal kurz vor der Pension befördert, bevor sie dann pensioniert werden,
- die Hacklerregelung wird extrem ausgenützt. Viele Firmen bestätigen Nacht-, Schicht- und Schwerarbeit um ja ältere Mitarbeiter in Produktionsfirmen schnell günstig loszuwerden,
- jeder zweite Lehrer stellt schon im Alter vor 50 Frühpensionierungsanträge,
- willfährige Gutachter stellen Arbeistunfähigkeitsatteste aus,
- die grauen Panther werden bei jeder Wahl von allen Politikern am meisten gefürchtet.

Die Jungen werden einmal in 25 Jahren lediglich eine Mindestpension bekommen, da
keine Reformen.

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