Pensionskassen rutschen tiefer ins Minus:
Finanzkrise drückt Kassen um 8,4 Prozent

Verlust lag im ersten Halbjahr noch bei 4,95 Prozent Bezieher von Zusatzpensionen erwarten Einschnitte

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Vielen Beziehern einer Zusatzpension drohen nächstes Jahr wegen der Finanzkrise noch stärkere Einschnitte. Aufgrund der massiven Kursrückgänge an den Börsen lag das Veranlagungsergebnis der Kassen heuer bis Ende September mit 8,40 Prozent im Minus. Das geht aus den neuen Performance-Daten der Oesterreichischen Kontrollbank (OeKB) hervor. Im Halbjahr waren es erst minus 4,95 Prozent gewesen.

Bei den überbetrieblichen Kassen ist das Minus in den ersten neun Monaten mit 7,71 Prozent nicht so stark ausgefallen wie bei den betrieblichen Einrichtungen mit im Schnitt sogar minus 11,32 Prozent. Bis Ende Juni hatte die Performance der überbetrieblichen Kassen -4,65 Prozent betragen, bei den betrieblichen -6,20 Prozent.

Am größten ist das Minus in der Performance der Pensionskassen naturgemäß in jenen Veranlagungs- und Risikogemeinschaften (VRG) mit dem höchsten Aktien-Anteil. Diese "dynamischen" VRG mit 40 Prozent Aktienanteil (oder mehr) lagen bei den überbetrieblichen Kassen heuer nach neun Monaten mit 8,98 Prozent im Minus.

Defensive VRG blieben weitgehend verschont
Weitgehend von Rückgängen verschont blieben hingegen jene überbetrieblichen VRG, die mit weniger als 16 Prozent Aktien-Anteil vom Veranlagungstyp her als "defensiv" gelten. Dort betrug die Performance in den ersten neun Monaten minus 0,77 Prozent.

Schon für 2008 hatte es für jeden fünften Zusatzpensions-Bezieher der heimischen Pensionskassen Einschnitte gegeben. Vier Fünftel bekamen gleich viel oder mehr. Rund 9.000 Pensionisten mussten aber Kürzungen ihrer Firmenpensionen von rund drei Prozent hinnehmen, bei 800 Sonderfällen waren es sogar bis zu sieben Prozent. Im Vorjahr hatten 539.000 Menschen in Österreich Anspruch auf eine solche Zusatzrente - das entspricht jedem fünften Erwerbstätigen. 50.000 davon beziehen ihre Privatpension bereits.
(apa/red)

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