Patrick Friesacher will Testfahrer bei
Williams werden: An Seite von Alex Wurz

Inder Karthikeyan härtester Konkurrent um Cockpit PLUS: Liuzzi peilt mit Toro Rosso GP-Podestplatz an

Fahren 2006 möglicherweise zwei Österreicher bei Williams F1? Laut den "Salzburger Nachrichten" (Donnerstag-Ausgabe) liebäugelt der Kärntner Patrick Friesacher mit einem Testfahrer-Platz beim britischen Formel-1-Team, für das Alexander Wurz 2006 offizieller dritter Pilot ist. Um den zweiten Testfahrer-Posten bei Williams bewerben sich derzeit einige arbeitslose Piloten, neben Friesacher u.a. der Inder Narain Karthikeyan. Friesacher hatte 2005 elf GP-Rennen für Minardi bestritten.

Was dem Minardi-Team in 21 Jahren nicht gelungen ist, will Vitantonio Liuzzi gleich in seiner ersten vollen Formel-1-Saison schaffen. Der Italiener will mit dem Minardi-Nachfolge-Team Scuderia Toro Rosso im am 12. März in Bahrain beginnenden WM-Jahr einen Podestplatz herausfahren.

"Ich werde alles unternehmen, um aufs Podium zu kommen", kündigte Liuzzi am Rande der Autosport International Show in Birmingham an. "Wir wissen nicht, ob wir schon bereit sind, um Rennen zu gewinnen, weil wir noch nicht die genaue Leistungsstärke des Autos kennen. Doch wir werden hart kämpfen."

"Rookie" Liuzzi hatte 2005 vier Rennen für das Red-Bull-Racing-Team bestritten und einen WM-Zähler erobert. Heuer fährt er gemeinsam mit dem US-Amerikaner Scott Speed im Junior-Team des Rennstalls des Energy-Drink-Konzerns. "Red Bull musste nach dem Kauf von Minardi von Null beginnen", betonte der Italiener. "Wir haben einen Langzeitplan entwickelt, um erfolgreich zu sein. Doch im Moment ist noch alles neu und deshalb für mich und jedes andere Teammitglied eine ganz besondere Herausforderung."

Mit Toro Rosso in die Top-Liga?
Der 24-Jährige ist zuversichtlich, dass die Scuderia Toro Rosso das Nachzügler-Dasein, das Minardi mehr als zwei Jahrzehnte fristete, überwinden kann. "Wir haben jetzt nicht nur das richtige Budget, sondern auch die richtigen Leute, um das Team in die Topliga zu hieven."

Toro Rosso wird als einziges Team in der WM 2006 einen V10-Motor mit Drehzahlbegrenzer einsetzen. Die anderen Rennställe fahren dem Reglement des Internationalen Automobilverbandes (FIA) entsprechend mit den V8-Aggregaten mit nur 2,4 statt bisher 3,0 Liter Hubraum. Diese - seinerzeit für Minardi gedachte - FIA-Ausnahmeregelung für die Scuderia Toro Rosso sorgt derzeit für heftige Diskussionen in der Königsklasse des Motorsports.

"Im Moment ist alles ein bisschen konfus. Die Teams mit den V8-Motoren haben gewisse Bedenken, dass wir dadurch Vorteile haben. Doch ich denke, sie werden schnell erkennen, dass wir zwar konkurrenzfähig sind, doch der V8 trotzdem der bessere Motor ist, weil man aus ihm wegen des fehlenden Drehzahlbegrenzers das Maximum an Leistung herausholen kann. Da kann unser V10 nicht mithalten", glaubt Liuzzi.

(apa/red)