Passagier-Plus für den Flughafen Wien:
Zahl der Fluggäste stieg 2005 um 7,3% an

Billigflüge und Osteuropa als Treiber der Entwicklung Löwenanteil aller verkehrenden Airlines stellt die AUA

Passagier-Plus für den Flughafen Wien:
Zahl der Fluggäste stieg 2005 um 7,3% an

Der börsenotierte Flughafen Wien hat im Jahr 2005 sein kräftiges Wachstum fortgesetzt. Die Zahl der Passagiere erhöhte sich auf 15,86 Millionen, das ist ein Plus von 7,3 Prozent. Treiber für dieses Wachstum waren einmal mehr Billigflieger, florierende Reiseziele in Mittel-/Osteuropa (CEE), im Nahen und Fernen Osten sowie der traditionell wichtige Umsteigeverkehr, der um knapp 7 Prozent zulegen konnte.

Insgesamt wurden 2005 am Flughafen Wien 15,859.050 Passagiere bei 230.900 Starts und Landungen abgefertigt. "Low Cost Carrier" transportierten 1,970.432 Passagiere, das ist ein Anteil von 12,4 (11,1) Prozent. Der Flughafen Wien weist damit ein stärkeres Wachstum bei den Verkehrsergebnissen auf als der europäische Durchschnitt mit 7 Prozent. Airport-Vorstandschef Herbert Kaufmann sprach heute, Mittwoch, von einem "guten Ergebnis". Das zunächst angekündigte Ziel von 8 Prozent Passagierplus sei sehr optimistisch gewesen, das Wachstum liege in der angepeilten Größenordnung.

Plus von sechs Prozent für heuer erwartet
Im Jahr 2006 erwartet Kaufmann ein Verkehrsplus von 6 Prozent. Das Finanzergebnis wird der Flughafen am 23. März veröffentlichen. Man werde an der bisherigen Ausschüttungspolitik - 60 Prozent des Gewinns gehen als Dividende an die Aktionäre - festhalten, hieß es.

Bei der Privatisierung einer Mehrheit an den slowakischen Flughäfen Bratislava und Kosice könnte sich die Regierung Pressburg schon nächste Woche für das Konsortium TwoOne um den Flughafen Wien entscheiden. Kaufmann will massiv in Bratislava investieren. Bis 2010 soll das Passagieraufkommen dort von 1,3 Millionen (2005) auf 5 Millionen anwachsen.

Marktanteil der AUA-Gruppe weiter zurückgegangen
Der Marktanteil der Austrian Airlines-Gruppe (Austrian/AUA, Lauda Air, Tyrolean Airways/Austrian arrows) ging 2005 geringfügig weiter zurück auf 56,6 (2004: 57,8) Prozent. Dahinter folgt bereits die Billigfluggesellschaft Air Berlin (5,9 Prozent Passagieranteil) vor Lufthansa (5,5), Niki (4,3), British Airways (2,2), Germanwings (2,1), Swiss (2,0) und Air France (1,8 Prozent). 69 Fluggesellschaften landeten im Vorjahr in Wien, unter dem Strich um zwei mehr als im Jahr zuvor. Zu den Neuzugängen zählen Blue Express, China Airlines oder Cirrus, nicht mehr nach Wien fliegen die ungarische Malev, Air Alps und die Billigflieger Duo und V-Bird.

Ein Drittel des Zuwachs dank Billigairlines
Die mittlerweile sieben Billigfluggesellschaften trugen fast ein Drittel zum Passagierwachstum 2005 bei. Gemeinsam erreichten sie einen Marktanteil von 12,4 (11,1) Prozent und ein Wachstum von 19,7 Prozent. Die verbündeten Airlines Air Berlin (47,2) und Niki (34,3) vereinen zusammen 81 Prozent des Billigflugverkehrs von Wien auf sich. In dieser Liga kann nur noch die deutsche Germanwings (17 Prozent) mithalten, die übrigen Billigflieger - Intersky, Helvetic, Germania, Blue Express - müssen sich zusammen mit 1,6 Prozent am "low fare-Kuchen" begnügen.

Der Verkehr in den Nahen und Fernen Osten wuchs um 18,9 Prozent, jener in die Länder Mittel- und Osteuropas (CEE) um 9,9 Prozent. Zum starken Plus (+34 Prozent) in die Region "Mittlerer Ostens" trug vor allem das erste volle Jahr der Fluggesellschaft Emirates bei.

Von Wien aus zu 176 Zielen
Bei den Flugbewegungen gab es ein Plus von 2,7 Prozent auf 230.900. Beim Höchstabfluggewicht (Maximum Take Off Weight) wurde ein Plus von 4,6 Prozent gemeldet und bei der Luftfracht ein Zuwachs von 12,0 Prozent. Als absoluter Spitzentag wurde der 1. Juli mit 61.666 abgefertigten Passagieren und 763 Starts und Landungen registriert. Die durchschnittliche Auslastung der Flüge stieg von 65,2 Prozent im Jahre 2004 um 1,2 Prozent auf 66,4 Prozent an.

Das Destinations-Angebot wurde auf 176 Ziele erweitert. Wichtigste Destination im Linienverkehr (93 Prozent des Gesamtaufkommens) war London vor Frankfurt, Zürich und Paris. Im Osteuropa-Verkehr waren Moskau und Sofia die wichtigsten Ziele, während auf der Langstrecke New York den bisherigen Spitzenreiter Bangkok auf Platz 2 verdrängte.
(APA/red)