Packende Krimis in den Volleyball-Cupfinali:
Titelverteidiger Tirol besiegt die hotvolleys

Frauen: SG SVS/PSV Wien gewinnt in fünf Sätzen

Die Volleyball-Cupsieger 2006 heißen Hypo Tirol und SG SVS/PSV Wien, beide Titel wurden in Graz-Eggenberg in Fünfsatz-Matches vergeben. Die Innsbrucker holten mit einem 3:2-Sieg nach 2:0-Führung gegen die Aon hotVolleys ihren dritten Cup-Sieg insgesamt und in Folge, der Damen-Titelverteidiger aus Wien und Schwechat setzte sich nach 0:2-Rückstand gegen ATSC Klagenfurt zum insgesamt 19. Mal ebenfalls mit 3:2 durch.

Tirol lag nach zwei recht souverän gespielten Durchgängen auch schon im dritten Satz mit einem scheinbar beruhigendem Vorsprung voran, doch mit einem sehenswerten Kampfgeist und geänderter Taktik drehte der Herausforderer die Partie vorerst um. Im fünften Satz ging es bis zum 11:11 Kopf an Kopf, ehe die Tiroler mit vier Punkten in Folge den Sack zumachten. Damit haben es die Wiener verpasst, den ersten von zwei im Vorjahr nicht gewonnenen nationalen Titeln zurückzuholen.

Tirol-Manager Hannes Kronthaler freute sich riesig: "Wir haben sensationell gespielt, im ersten Satz eine perfekte Block-Taktik gehabt", sagte der Ex-Teamspieler. "Wir haben Moral und Kampf gezeigt, zwei bis drei Super-Blocks haben das Spiel für uns entschieden." hotVolleys-Manager Peter Kleinmann sah es realistisch: "Verlieren gehört zum Sport und Leben dazu. Wir haben die ersten zwei Sätze schlecht ausgesehen, dann zurückgefightet. Tirol war um das Bisschen besser."

SG SVS/PSV Wien behält die Nerven
Im Damen-Finale waren die Klagenfurterinnen dem Sieg zweimal schon recht nahe gewesen. Zunächst arbeiteten sie sich einen 2:0-Satzvorsprung heraus, im dritten Durchgang fehlten nur noch zwei Punkte zum Triumph. Doch der österreichische Meister schaffte den Satzausgleich. Im fünften Satz lagen die Kärntnerinnen 13:10 voran, machten dann aber keinen Punkt mehr und gingen als 2:3-Verlierer vom Parkett. Das erste Finalspiel der vorjährigen Women VolleyLeague (WVL) war ähnlich verlaufen.

Klagenfurt-Trainer Helmut Voggenberger war dementsprechend deprimiert: "Es ist hart, wenn man so knapp dran ist und es wieder nicht schafft. Das geht an die Substanz", meinte der Coach. "Wir haben zu wenig Kaltschnäuzigkeit, daran müssen wir arbeiten." Der siegreiche Trainer Wolfgang Kipf: "Wir hatten in neun Tagen vier Spiele, das war ein Sieg des Teamgeists. So einfach werden uns die Klagenfurterinnen nicht mehr erwischen."

(apa/red)