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14 Dinge, die Sie bei
den Oscars verpasst haben

Die unterhaltsamsten Highlights des Abends

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    Oscars 2016

    Als es hieß "And the Oscar goes to - Leonardo DiCaprio" zeigten sich nicht nur die anwesenden im Saal, sondern auch alle Journalisten backstage begeistert und erleichtert.

    Kamermann Emmanuel Lubezki, Leonardo DiCaprio und Filmdirektor Alejandro Gonzalez Inarritu mit ihren Oscars für "The Revenant"


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  • Bild 2 von 47 © Bild: Christopher Polk/Getty Images

    Oscars 2016

    Leo DiCaprio umarmt herzlich Kate Winslet

Dass Leonardo diCaprio endlich einen Oscar gewonnen hat, wissen die meisten schon. Vielleicht sogar, dass die Filme "The Revenant - Der Rückkehrer", "Spotlight" und "Mad Max - Fury Road" die Abräumer des Abends waren. Die meisten Österreicher wurden womöglich bereits davon in Kenntnis gesetzt, dass Jungregisseur Patrick Vollrath mit seinem Filmakademie-Wien-Abschlussfilm "Alles wird gut" leider leer ausging. Doch die folgenden unterhaltsamen Details der Show kennen Sie vielleicht noch nicht.

THEMEN:

1. Das sagte Leo zum Oscar

"Was kann ich anderes sagen als, dass ich extrem dankbar bin", zeigte sich der Schauspieler sehr glücklich. "Es fühlt sich wunderbar an", betonte DiCaprio, aber er wollte an diesem Abend vor allem über eines reden und zwar den Klimawandel. "Für mich ist dies die existenziellste Krise, die unsere Zivilisation je gesehen hat." Und so appellierte er an die Presse: "Die Zeit ist jetzt. Wir müssen jetzt etwas proaktiv dagegen unternehmen. Wir müssen uns um unsere Zivilisation kümmern."

Wo er seinen Oscar zu Hause hinstellen wird? "Das weiß ich noch nicht, aber die Frage sollte eher lauten Wo wird Alejandro seinen zweiten Oscar hinstellen?" spielte er auf die zweite Trophäe für Regisseur Alejandro Inarritu an. "Es fühlt sich so surreal an", zeigte sich DiCaprio glücklich. "Und es fühlt sich so surreal an, weil sie all den Menschen, die ihnen die Daumen drücken, nicht physisch begegnen können. Wir bemühen uns immer das Beste zu geben, aber in diesem Jahr bin ich überwältigt davon, wie viel Unterstützung ich bekommen habe. Es ist ziemlich schockierend, um ehrlich zu sein," sagte der Oscar-Gewinner. Für DiCaprio ist ein Kindheitstraum in Erfüllung gegangen. "Ich bin im östlichen Teil von Los Angeles aufgewachsen. Ich war immer sehr nahe an Hollywood dran, und ich habe mich mein ganzes Leben damit verbunden gefühlt. Diese Geschichten zu erzählen, war ein Traum von mir seit ich vier Jahre alt war."

2. Kate Winslet sah zu wie Leos nervöse Mum

20 Jahre nachdem Kate Winslet und Leonardo DiCaprio bei "Titanic" unsere Teenieträume entfesselten, standen die beiden gemeinsam auf der Bühne. Beide waren für einen Oscar nominiert.

DiCaprio und Winslet 2016 Oscars
© imago/ZUMA Press

Winslet ging mit ihrer Rolle in "Steve Jobs" zwar leer aus, brach jedoch in Tränen aus, als ihr langjähriger Freund endlich für seine Fähigkeiten als Schauspieler geehrt wurde.

© REUTERS/Mike Blake

3. Chris Rock hat als Moderator nicht enttäuscht

"Wenn Sie Gastgeber nominieren würden, hätte ich diesen Job nicht bekommen." Chris Rock sprach gleich zu Beginn der Gala die heurige Diskussion um eine rein-weiße Nominierungsliste in den Schauspieler-Kategorien in harter, direkter Manier an. Er verstehe die Aufregung nicht, die sich im Vorfeld um den Umstand entsponnen hatte, dass zum zweiten Mal in Folge alle 20 Nominierten in den Schauspieler-Sparten Weiße sind: "Es sind die 88. Oscars - das bedeutet, das ist schon mindestens 71 andere Male passiert." In den ersten Jahrzehnten habe nur niemand protestiert, weil es schlicht wichtigere Dinge gegeben habe: "Wenn deine Oma vom Baum hängt, ist es schwierig, sich darum zu kümmern, wer für den besten Kurzfilm nominiert ist."

Viele hätten ihm im Vorfeld geraten, die Moderation niederzulegen. "Das Komische ist: Niemand, der einen Job hat, sagt dir je, du sollst etwas hinschmeißen." Er verstehe aber natürlich, dass sich Prominente wie Jada Pinkett-Smith über die Diskriminierung aufregen würden. "Es ist nicht fair, dass Will (ihr Ehemann, Anm.) nicht nominiert war. Und es war auch nicht fair, dass Will für 'Wild Wild West' 20 Millionen Dollar erhalten hat." Die Forderung sei dabei glasklar: "Wir wollen, dass schwarze Schauspieler die gleichen Chancen bekommen - nicht nur ab und zu."

4. Schwarzenegger tröstet Stallone

Die Überraschung des Abends war Mark Rylance. Er gewann für seine Rolle als sowjetischer Spion in Steven Spielbergs "Bridge of Spies" den Oscar als bester Nebendarsteller und hat damit überraschend den großen Favoriten Sylvester Stallone ausgebootet. Slys alter Kumpel Schwarzenegger fand tröstende Worte: "Für mich bist du der Beste. Ich bin stolz auf dich."

Stallone Oscars 2016
© imago/ZUMA Press

5. Er wartete länger als Leo

DiCaprio hat vier Anläufe gebraucht, um einen Schauspiel-Oscar zu gewinnen. In punkto Wartezeit war er allerdings einem weiteren Gewinner deutlich unterlegen: Filmkomponist Ennio Morricone hatte bereits 1979 seine erste von insgesamt sechs Nominierung erhalten. Nun konnte aber auch der 87-Jährige triumphieren.

Morricone
© imago/ZUMA Press

Sogar Italiens Premier Matteo Renzi feierte den Filmkomponisten, der seinen ersten Oscar für seine Filmmusik zu Quentin Tarantinos Western "The Hateful Eight" holte. "Großartiger Maestro, endlich!", twitterte Renzi, der sich stolz über die Auszeichnung für den 87-Jährigen zeigte. "Es gibt keinen großen Soundtrack ohne einen großen Film, der ihn inspiriert", zeigte sich Morricone in seiner auf Italienisch gehaltenen Dankesrede bescheiden. Er widmete seiner Frau Maria den Preis.

6. Bist du's, Belle?

Die Schwedin Alicia Vikander bekam einen Nebendarsteller-Oscar für "The Danish Girl" und sah dabei aus wie "Belle" aus "Die Schöne und das Biest".

7. Politische Oscars

Politische Botschaften: Selten war eine Oscarverleihung so politisch wie diese. Das Thema Rassismus zog sich - immer wieder befeuert durch Moderator Chris Rock - durch die gesamte Gala.

DiCaprio machte mit Blick auf sein Naturspektakel "The Revenant" auf den Klimawandel aufmerksam. Die "Spotlight"-Macher äußerten die Hoffnung, dass ihre Botschaft "Schützt unsere Kinder" bis zum Vatikan trage.

DiCaprio bei den 88. Oscars
© News.at/imago

8. Lady Gaga brachte alle zum Weinen

Aber auch andere heiße Eisen wurden nicht ausgespart: Lady Gaga sprach und sang gegen die sexuelle Gewalt an, der viele junge Frauen in den USA ausgesetzt seien - namentlich in Schulen und Unis. "Auch ich bin ein Opfer", sagte sie auf dem roten Teppich.

Zu Tränen rührte Lady Gaga das Auditorium mit ihrer Darbietung des nominierten Songs "Til it Happens to You". Das Lied wurde für den Dokumentarfilm "The Hunting Ground" geschrieben, der sich um sexuelle Gewalt an US-Universitäten dreht. Mit der Sängerin auf der Bühne standen mehrere junge Menschen, auf deren Armen Statements wie "Überlebende" oder "unzerbrechlich" geschrieben waren.

Lady Gaga Oscars 2016
© 2016 Getty Images/Kevin Winter

Gleichzeitig gab es im Netz einen wütenden Mob, der sich darüber echauffierte, dass Lady Gaga für ihren Song nicht den Oscar bekam. Stattdessen erhielt Sam Smith den Preis für "Writing's On The Wall" aus dem James-Bond-Film "Spectre".

Sam Smith
© imago/UPI Photo Sam Smith (r.) und Jimmy Napes

9. Traurig: Das Ende der Leo-Memes

Alles hat Vor- und Nachteile: Leider müssen wir uns mit Leos Oscarempfang auch von all den hervorragenden Memes verabschieden, die die Sehnsucht des Schauspielers nach der Auszeichnung perfekt veranschaulichten. Hier sind unsere Top 3:

10. DiCaprio-Double

Plötzlich dick: Leos russischer Doppelgänger war zwar nicht zu der Oscars-Verleihung eingeladen, wurde aber zusammen mit einer schönen Fernsehmoderatorin in einem Restaurant wie ein König empfangen.

DiCaprio Double
© imago/ITAR-TASS

11. Fehlgeschlagener Witz

Der Moment, als Schauspielerin Stacey Dash, bekannt aus "Clueless", auf die Bühne kam, sollte zum seltsamsten des Abends werden. Dash macht im Vorfeld der Oscars von sich reden, als sie sich dafür aussprach, den "Black History Month*" abzuschaffen. Und zwar aus demselben Grund, weil sie die ganze Kontroverse um die "weißen Oscars" im Vorfeld kritisierte: Für sie sollte der jeweils beste Bewerber gewinnen - ganz unabhängig von der Hautfarbe. Bei den Oscars stellte Moderator Chris Rock sie sarkastisch als "Direktorin des Minderheiten-Bindungsprogramms der Oscars" vor. Daraufhin sagte Dash: "Ich kann es nicht erwarten, meinen Leuten auszuhelfen. Einen schönen Black History Month euch allen!" Viele im Publikum - und wohl auch zu Hause - verstanden den Witz nicht. Der eine oder andere verdrehte sogar die Augen...
*In der zweiten Februarwoche feiern Kanada und die Vereinigten Staaten die schwarze Geschichte in den Vereinigten Staaten

12. Der größte "Star Wars"-Fan

Der erst 9-jährige Jacob Tremblay ("Room") kam sogar mit "Darth Vader"-Socken zu den Oscars.

Jacob Tremblay Oscars 2016
© 2016 Getty Images/Kevork Djansezian

Sie können sich vorstellen, wie aufgeregt das Kind war, als seine Lieblingsstars auf die Bühne kamen...

Stolz postete Jacob auf Instagram Fotos von seinem persönlichen Highlight.

Met #Rey, she is awesome, but @daisyridley is even cooler! #oscars #roomthemovie #starwars

Ein von Jacob Tremblay (@jacobtremblay) gepostetes Foto am

13. Style-Zwillinge

14. Vollrath "nicht traurig"

"Ich habe immer gesagt, wir sind die Außenseiter, also sind wir nicht traurig. Wir sind von unglaublich weit hergekommen mit diesem ehrlichen, kleinen Film. Wir genießen jeden Moment dieses Abends. Wir bedanken uns aber bei allen, die uns die Daumen gedrückt haben! Das hat sich gut angefühlt", schrieb der junge Filmemacher auf seiner Facebook-Seite.

I always said we were outsiders. So we are not sad. We came so incredible far with this small and honest film. We...

Posted by Patrick Vollrath on Sonntag, 28. Februar 2016

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