Operndirektor Holender: Entzieht Ballettchef Zanella das Vetrauen.

Schwerer Disput wegen "Unterhosen-Einlage" des Staatsopernballetts beim Opernball Holender in NEWS: "Ich wurde hintergangen."

In der am Donnerstag erscheinenden Ausgabe von NEWS kündigt Staatsoperndirektor Ioan Holender an, dass er seinem Ballettchef Renato Zanella für den Ball im Jahr 2005 das Vertrauen entziehen werde. Demnach darf der seit zehn Jahren an der Oper tätige Zanella das "Eröffnungsballett" 2005 nicht mehr choreographieren. Holender im NEWS-Interview: "Ich bin zutiefst verstimmt. Herr Zanella hat mich schlicht hintergangen."

Hintergrund des schweren Disputs: Am Ende des Eröffnungsballetts dieses Jahres hatten die Herren zu den Klängen der "Carmen-Quadrille" Frack, Hemd und letztlich auch die Hosen abgelegt. Und standen in weißen Trikot-Unterhosen vor dem erstaunten Millionenpublikum.

Holenders Ärger im Wortlaut: "Diese Aktion war schlecht, deppert und geschmacklos. Und zwar nicht wegen der heruntergelassenen Hosen sondern deswegen, weil ich zuvor darüber nicht informiert wurde."

Faktum ist: Bei der Generalprobe am Abend vor dem Opernball hatten sich die Herren des Balletts lediglich ihrer Fracks und Hemden entledigt. Die Hosen blieben an.

Selbst das Ensemble war mit Zanellas humoristischer Aktion nicht einverstanden und überlegt nun laut Betriebsrat Gabor Oberegger, "dem Herrn Direktor Zanella das Misstrauen auszusprechen".

Zanella selbst bleibt betont ruhig: "Ich persönlich wollte nicht provozieren. Es ist einfach meine Schiene von Humor." Immerhin, so Zanella, sei der Opernball auch "der Höhepunkt des Wiener Faschings".

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