Österreichs Mountainbiker gehen am Sonntag als Außenseiter in die olympischen Cross-Country-Rennen in Hadleigh Farm östlich von London. Für Karl Markt und Alexander Gehbauer ist am Sonntag (14.30) ein Platz in den Top 20 realistisch, Elisabeth Osl war am Samstag ohne Chance und wurde mit fast sechs Minuten Rückstand Fünfzehnte.
Bei Markt hofft Nationaltrainer Christoph Peprnicek auf einen Rang um 15, ist das Starterfeld bei Olympia doch etwas ausgedünnt. Zudem liegt dem Tiroler die Strecke, das hat er im Vorjahr mit Rang drei in einem Testrennen bewiesen. Hadleigh Farm ist keine natürliche Strecke, sondern zur Gänze künstlich angelegt. Es gibt kaum Wiesen-, sondern hauptsächlich steinige Schotterpassagen.
Der technische Teil sollte auch Gehbauer entgegenkommen. Der Kärntner, der bisher lediglich im U23-Weltcup gefahren ist, soll für 2016 aufgebaut werden. Das war auch bei der Nominierung ein Kriterium. "Das Alter spielt im Ausdauersport eine Rolle", erinnerte Gehbauer. "Es ist ein großer Erfolg, dass ich mit 22 schon hier am Start stehe. Ich will Erfahrung sammeln für Rio."
Ausgeglichenes Herrenteam
Mit Markt glaubt sich Gehbauer auf einem Niveau. "Manchmal ist er stärker, manchmal ich", meinte der U23-Fahrer, der einen Platz in den Top 20 anvisiert. "Ich habe aber keinen Druck, weil ich von Null nur gewinnen kann." Den Titel dürften der Tscheche Jaroslav Kulhavy, der Schweizer Nino Schurter und der Franzose Julien Absalon untereinander ausmachen. Letzterer könnte nach 2004 und 2008 sein drittes Olympia-Gold in Serie einfahren.
Vorentscheidend ist bereits die Startphase, werden die Rennen aus TV-Gründen doch immer kürzer - rund 1:30 bis 1:45 Stunden. "Weit vorne hineinzustarten, ist ein Hauptkriterium", erklärte Markt, der vom Marathon kommt. Zuletzt wurde dem 32-Jährigen ein Probleme bereitender Schneidezahn entfernt, dafür hat er viel im Höhenzelt trainiert. "Die Form sollte passen." Für den letzten Olympia-Bewerb mit österreichischer Beteiligung.