Olympia London 2012 von

Darabos "ernüchtert & enttäuscht"

Heftige Umbrüche angekündigt: "Werde Sportförderung auf völlig neue Beine stellen."

Olympia London 2012 - Darabos "ernüchtert & enttäuscht" © Bild: GEPA/Walgram

Österreichs Sportminister ist sauer. "Insgesamt bin schon etwas ernüchtert und enttäuscht", stellte Norbert Darabos angesichts der Medaillen-Flaute im ÖOC-Team klar. Nur zu Olympia zu fahren und die gute Atmosphäre zu genießen, das ist zu wenig. Olympiatourismus, das ist nicht das Ziel. Es ist schon das Ziel, auch Medaillen nach Österreich heimzubringen", sagte Darabos in einem ORF-Radiointerview.

Es gebe in London zwar noch weitere Medaillenchancen, ungeachtet dessen müsse künftig aber die Sportförderung grundlegend reformiert werden. Darabos will für künftige Olympiaerfolge gewisse Sportarten, "wo man Erfolge einfahren möchte, wo man auch langfristig planen kann", gezielter und großzügiger fördern, so der Minister zum ORF. Man müsse vom Prinzip "Gießkanne" wegkommen. Welche Sportarten gemeint seien, wollte er nicht verraten. "Die müssen definiert werden, da möchte aus London keine Empfehlungen abgeben."

Gegenüber "Österreich" kündigte Darabos an, nach Olympia "Tacheles" reden zu wollen. "Ich werde die Sportförderung auf völlig neue Beine stellen. Alles muss leistungsorientierter werden. Das bisherige System reicht im Schnitt für drei Olympiamedaillen. Im Sommer sind wir von der Weltspitze zu weit weg", erklärte Darabos. Die Neuordnung solle auch die Dachverbände treffen. "Man könnte etwa BSO und ÖOC zusammenlegen und damit für straffere Strukturen sorgen. Wir brauchen ein viel schlankeres System."

Kritik an Selbstzufriedenheit
Zudem missfällt dem Minister das Auftreten einiger ÖOC-Sportler: "Mich stört auch die Selbstzufriedenheit gewisser Athleten hier in London. Es ist toll, wenn einige Sportler erklären, wie schön das Leben im olympischen Dorf ist, aber an erster Stelle muss der sportliche Erfolg stehen".

Kommentare

Maxi01 melden

wird auch Zeit... alles in Fussball, Skisport und Golf stecken und sich dann wundern, wenn wir in den "Randsportarten" nix reißen. Die bekommen höchsten ein Geld, wenn sie schon erfolgreich sind und sich jahrelang durchgekämpft haben. Würde ein Bruchteil vom Fußball in die Randsportarten gesteckt werden (in Rudern waren wir z.B. Weltklasse) und den Schulsport mehr Gewicht schenken, dann wäre einmal ein guter Anfang gemacht!

hansi4u melden

Re: wird auch Zeit... Ski fahren ist doch eine Randsportart ..... xD
sorry, der musste sein, es glauben ja nur wir Österreicher dass Ski fahren ein Weltsport ist.

aber ich gebe dir vollkommen recht, es werden zum Teil die falschen Sportarten unterstützt. Wenn Darabos sein Wort hält dann muss er den ersten Hebel beim Fußball ansetzen. Vor allem mit den Mitteln kann man in den Randsportarten sehr viel erreichen, da die Weltspitze von den finanziellen Möglichkeiten nicht so utopisch weit weg ist wie eben im Fußball.

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Re: wird auch Zeit... Darabos hat als unfähiger Minister ja bisher auch nur Blamables geboten. Warum ist er nach der Super-Blamage mit seinem Schwenk von der in Stein gemeißelten Wehrpflicht zum Berufsheer und der Absetzung Entachers nicht zurückgetreten? Warum ist Darabos auf Steuerzahlers Kosten überhaupt in London ? Zuschauen kann er auch in seiner Freizeit übers Fernsehen. Bewirken kann er ohnehin nichts, sodass er sich ebenfalls keine Medaille verdient.

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Re: wird auch Zeit... Der eheste Rücktritt von Darabos wäre ein guter Anfang!

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