Hipster zählen zu den seltsamsten Subkulturen, die Großstädte von New York bis Berlin je hervorbrachten. Kleidung, die sonst weggeworfen wird oder im Schrank vergammelt, wird von den Hipstern neu interpretiert und getragen. Egal ob Hornbrille, Holzfällerhemd, Skinny-Jeans oder Jutesack. Es gibt keinen modischen Unfall, der nicht durch die Hipster zu neuer Anwendung kommt.
Entstanden ist die Bewegung in New Yorker Szenevierteln, insbesondere in Williamsburg. Dort ließen sich Anfang der 2000er junge Kreative und Künstler nieder. Sie interpretierten den Kleidungsstil der dort ursprünglich ansässigen Unterschicht auf ironische Weise neu. Genau diese ironische Neuinterpretation von Kleidungsstilen ist bis heute ihr deutlichstes Erkennungsmerkmal.
Wettkampf in Berlin
Die einen lieben sie dafür, die anderen halten sie für eine oberflächliche Aufwallung jugendlicher Mittelschichts-Fadesse, aber kaum jemanden lassen sie kalt. In Berlin, einem der Zentren der Hipster-Bewegung, fand am Wochenende eine Art
Olympia
der Jugendbewegung statt.
Dabei machten sich die Hipster über sich selbst lustig. Allerlei kuriose Wettkampfdisziplinen wurden veranstaltet. Darunter Hornbrillen-Weitwurf, Röhrenjeans-Tauziehen, Jutebeutel-Sackhüpfen und andere Absonderlichkeiten. Immerhin 6.000 Zuseher wollten sich Rekordweiten im Hornbrillen-Wurf von mehr als 10 Metern nicht entgehen lassen.
Aber die Olympischen Spiele für Hipster waren nicht nur Spaß. Es wurden auch ironische politische Forderungen erhoben. Springbrunnen des Kult-Getränks Club-Mate und iPhone-Ladestationen in der Innenstadt, waren einige der gewichtigen politischen Forderungen.