Olympia-Eishockey-Turnier: Favoriten
setzen sich zum Auftakt großteils durch

Siege für Kanada, Tschechien, Finnland in Gruppe A Gruppe B: Russland verliert mit 3:5 gegen Slowakei

Das Olympische Eishockey-Turnier der Herren in Turin ist am Mittwoch mit Favoritensiegen gestartet. In Gruppe A besiegte Titelverteidiger Kanada Gastgeber Italien 7:2, Finnland setzte sich gegen die Schweiz 5:0 durch und Tschechien besiegte Deutschland 4:1. In der Gruppe B setzte sich Mitfavorit Schweden auch ohne den angeschlagenen Stürmerstar Peter Forsberg problemlos gegen Kasachstan mit 7:2 durch. Russland verlor durch zwei späte Gegentore gegen Slowakei hingegen mit 3:5.

Auch der Jet-Lag der 24 Stunden davor in Italien eingetroffenen Kanadier unter Exekutivdirektor Wayne Gretzky konnte den Olympiasieger von Salt Lake City nicht bremsen. Calgary Flames-Torjäger Jarome Iginla führte die Kanadier mit zwei Toren an, der Ausgleichstreffer unmittelbar nach der ersten Pause ließ die Italiener mit KAC-Stürmer Tony Iob kurz hoffen. Doch mit fünf Treffern im Mitteldrittel machte der Favorit vor 8.575 Zuschauern in der Palasport-Arena alles klar.

Finnland und Tschechien standen den Kanadiern um nichts nach. Finnland ließ den vom ehemaligen VEU-Feldkirch-Erfolgstrainer Ralph Krueger betreuten Schweizern keine Chance und hätten bei besserer Chancenauswertung durchaus auch höher gewinnen können. Olli Jokinen und Teemü Selänne erzielten jeweils zwei Tore.

Weltmeister Tschechien wurde vor den Augen von Fußball-Star Pavel Nedved, der für das italienische Fernsehen kommentierte, von Deutschland bis zur Schlussphase geärgert, setzte sich aber doch noch klar durch. Tino Boos (20.) sorgte sogar für die Führung der DEB-Asuwahl, doch Tomas Kaberle (22./24.) brachte den Olympiasieger von 1998 mit einem Doppelschlag postwendend auf Erfolgskurs.

Erst ein Eigentor von Sascha Goc (58.), der einen von Torhüter Olaf Kölzig abgewehrter Jagr-Schuss ins eigene Tor beforderte, und ein Schuss von David Vyborny (60.) ins leere Tor ließen den Favoriten aufatmen. Tschechiens Star-Torhüter Dominik Hasek hatte sich bereits in der 10. Minute bei einer Parade an der rechten Leiste verletzt und wurde von Tomas Vokoun ersetzt.

Lettland holte gegen USA einen Punkt
In Gruppe B setzte sich im ersten Schlagerspiel zwischen zwei Medaillen-Kandidaten die Slowakei gegen Russland mit 5:3 durch. Marian Gaborik von Minnesota Wild sorgte in der Schlussphase mit einem Doppelschlag (57., 60.) für die Entscheidung zu Gunsten der Slowaken, die zweimal einen Rückstand aufholen konnten. Zuletzt hatte sich die Slowakei sowohl in Nagano 1998 als auch in Salt Lake City 2002 blamiert und war jeweils in der Vorrunde ausgeschieden.

Lettland mit Arturs Irbe, Torhüter der Red Bulls Salzburg, holte gegen die USA überraschend einen Punkt. Das favorisierte US-Team war durch Gionta (10.) und Conroy (11.) innerhalb von 54 Sekunden mit 2:0 in Führung gegangen, doch die Letten drehten mit drei Treffern die Partie. Erst im Schlussdrittel wachten die Amerikaner wieder auf und kamen durch Leopold (43.) noch zum Ausgleich, wobei Irbe keine glückliche Figur machte.

Die Tschechen bangen um ihren Star-Torhüter Dominik Hasek. Der 41-Jährige hatte sich gegen Deutschland bereits in der 10. Minute bei einer Parade eine Muskelzerrung zu und wurde von Tomas Vokoun, der in Wien beim WM-Titel in Tor gestanden war, ersetzt. Ob der Torhüter der Ottawa Senators im nächsten Spiel gegen die Schweiz am Donnerstag dabei sein kann, ist fraglich.

(apa)