Oldie but Goldie? Ludwig Gredler hofft
bei fünften Spielen auf erste Medaille

Gredler: "Chance mit der Staffel am größten"

Ludwig Gredler ist mit 38 Jahren einer der Ältesten im ÖOC-Aufgebot, seine fünf Olympia-Teilnahmen sind unter den österreichischen Athleten in Turin unübertroffen. 14 Jahre nach seinem Debüt in Albertville greift der Tiroler Biathlet einmal mehr nach seiner ersten Medaille bei Winterspielen. "Ich hoffe, dass ich in der Staffel dabei bin, dort ist meine Chance auf Edelmetall sicher am größten", erklärte Gredler, über dessen ersten Einsatz - 20 km oder Sprint - erst am Freitag entschieden wird.

Der Tuxer war 1992 noch mit dem jetzigen Cheftrainer Alfred Eder im Team und hat bei Winterspielen viel Schönes, aber auch Enttäuschungen erlebt. "In Lillehammer waren mit der tollen Stimmung sicher die schönsten Spiele", erklärte Gredler. Da war er Fünfter in der Verfolgung und verpasste acht Jahre später in Salt Lake City als Vierter im Sprint das Siegespodest wegen eines Fehlers beim letzten Schuss.

"Vielleicht klappt es diesmal", meinte der Gewinner von sechs Weltcupbewerben, der in allen Staffelrennen des Olympia-Winters dabei war. So auch bei Rang zwei bei der Olympia-Generalprobe in Ruhpolding.

Die Vorbereitung war frei von gesundheitlichen Problemen, dennoch ist Gredler mit seiner Laufform, die sich auch auf das Schießen auswirkt, bisher nicht zufrieden gewesen. "Läuferisch habe ich etwas Defizite, aber ich hoffe, dass sich die Form noch einstellt", erklärte der Zehnte von Antholz, der früher einer der besten Läufer gewesen war.

Die Spiele in Turin werden seine letzten sein, doch das Karriere-Ende steht noch nicht fest. Gredler: "Vielleicht hänge ich noch eine Saison mit der WM in Antholz an. Denn ich fühle mich nicht wie 38."

(apa/red)