Offenbar neuerliche Vogelgrippe-Tote in
Indonesien: 2 Kinder starben wohl an H5N1

WHO erwartet Rückgang der Infektionen in Türkei

Die Vogelgrippe hat in Indonesien offenbar zwei weitere Kinder das Leben gekostet. Ein vierjähriger Bub, bei dem örtliche Tests bereits den gefährlichen Erreger nachgewiesen hatten, erlag der Krankheit, wie die Behörden am Donnerstag bekannt gaben. Am Wochenende war bereits seine Schwester an Vogelgrippe gestorben. Ein drittes Kind der Familie und der Vater zeigten die gleichen Symptome, teilten die Behörden mit.

Die Kinder lebten in Bandung im Westen der Insel Java. Eine definitive Bestätigung seitens der Weltgesundheitsorganisation (WHO) stand zunächst noch aus. Sollte das Hongkonger Referenzlabor der WHO die Proben als positiv analysieren, stiege die Zahl der Vogelgrippe-Toten in Indonesien auf 14.

In der Türkei, wo bisher mindestens 21 Fälle von Vogelgrippe beim Menschen aufgetreten sind, konnten die Ärzte Entwarnung bei zwei Kindern geben. Ein Vierjähriger, der sich mit dem H5N1-Virus angesteckt hatte, wurde nach Angaben der Behörden vom Donnerstag wieder aus dem Krankenhaus entlassen. Auch ein Fünfjähriger in Van, dessen Schwester an der Krankheit gestorben war, erhole sich langsam wieder, nachdem sein Zustand sehr kritisch gewesen sei.

"Die Lage verbessert sich", sagte WHO-Sprecherin Cristina Salvi. Aufklärungs- und Kontrollprogramme würden zu greifen beginnen. Es sei aber zu früh, um ein Ende der Krise abzusehen. In der nächsten Zeit seien noch einige weitere Fälle zu erwarten, erklärte die WHO auf ihrer Web-Site. Es könne aber davon ausgegangen werden, dass die Zahl der Infektionen zurückgehe, da die Menschen sich zunehmend vorsichtiger verhielten und die infizierten Tiere getötet würden.

(apa/red)