Die Hälfte der jetzt knapp 2.000 Stellen der Österreichischen Volksbanken AG wird dem bis 2017 dramatischen Rückbau der Bank zum Opfer fallen. ÖVAG-Chef Stephan Koren sprach von einem "signifikanten Personalabbau". Bis 2017 wird die Bank rund 1.100 Mitarbeiter weniger haben als jetzt. Der größte Teil der Beschäftigten soll durch Verkäufe von Sparten und Töchtern aus den Gehaltslisten herausfallen.
Allein rund 700 der auf der ÖVAG-Streichliste erfassten Stellen sind in der Volksbank Leasing International. Für diese 51-Prozent-Tochter ist die EU-Deadline für den Verkauf Ende 2014. Weitere 200 Mitarbeiter zählen zum so genannten "Abbaubereich", also Rückzugsgebiete in der Hypothekenkredit- und Unternehmensfinanzierung. In der ÖVAG-Bankzentrale selbst, in Organisation und Backoffice, werden weitere 200 Leute ihren Job verlieren.
Auch Rumänien-Tochter wird verkauft
Verkaufen muss die Bank auch ihre Rumänien-Tochter und den Anteil an der Raiffeisen Zentralbank sowie Tochterbanken auf Malta. Bis 2017 muss der Staat - der seit April auch direkter Aktionär ist - zumindest mit seinem Partizipationskapital ausgelöst sein, in der Bank spricht man von einem "Rückkauf". Bankchef Koren will möglichst ohne neuerliche Staatshilfe auskommen. Ausschließen kann er aber nichts.
Kommentare
Um Gottes willen! Ich hoffe doch, dass sich die Bonzen in den oberen Etagen bereits abgesichert haben. Aber was soll´s. Die die drankommen sind doch eh nur das Fuß-Volks-Bank.